er durchaus keinen Thcil daran hat, daß ich diesen Mannüber Nacht beherbergt, so wünsch' ich von ganzem Herzen,daß, wenn ich mit dem Leben davon komme, mir eine Strafeauferlegt würde, die ich zu tragen im Stande bin."
„Nun," sagte Bothwell, „vielleicht schlägt man Euch vor,in eins der schottischen Regimenter zu treten, die im Auslandedienen. Das ist kein übler Dienst; wenn Eure Freunde thä-tig sind und an die rechte Thüre klopfen, so könnt Ihr baldOffizier werden."
„Ich weiß nicht," antwortete Morton, „ob nicht ein sol-ches Urtheil das Beste wäre, was mir begegnen könnte "
„Ei, da seid Ihr am Ende gar kein rechter Whig," sagteder Sergeant.
„Ich habe mich bis jetzt mit keiner Partei im Staate ein-gelassen," sagte Heinrich, „sondern bin ruhig zu Hause ge-blieben, und habe oft ernstlich daran gedacht, zu einem un-serer ausländischen Regimenter zu gehen."
„So?" erwiedcrte Bothwell; „nun, allen Respekt! Ichhabe selbst lange in der französischen Schottengarde gedient.Blitz, da ist Disciplin zu lernen! Man schcert sich um EuerTreiben nicht, wenn Ihr außer Dienst seid; fehlt Ihr aber'mal beim Verlesen, so seht zu, wie'S Euch ergeht. Sapper-ment! ließ der alte Hauptmann Montgomery mich nicht sechsStunden in einem Ruck oben auf dem Arsenal in Brust- undRückenharnisch, Armschienen und Sturmhaube in der brennen-den Sonnenhitze Wache stehen, daß ich so gebraten ward, wieeine Taube im Port-Ropal. Ich schwor, nie wieder zu feh-len, wenn Franz Stewart aufgerufcn wurde, und sollt' ich dieKarten aus dem Trommelfelle liegen lassen. — Ja, Disciplinist ein herrlich Ding!"
„Sonst gefiel Euch der Dienst gut?" fragte Morton-