„Nein, nein," sagte Bothwell, „'s ist nicht der Mühewerth. — Ich muß zur Sache. — Ihr besucht Pfundtert, denpresbpterianischen Pfarrer, Herr Milnwood, nicht wahr?"
Herr Milnwood eilte zu bekennen und sich zu entschuldi-gen: „Durch die Jndulgenz seiner gnädigen Majestät; dennich möchte durchaus nichts gegen das Gesetz thun; — ich habegar nichts gegen die Einführung eines gemäßigten Episko-pats!; allein ich bin auf dem Lande großgezogcn, und dieGeistlichen hier find schlichtere Leute; ich kann also ihrer Lehrebesser folgen, und mit Verlaub, mein Herr, cs ist keine sokostspielige Einrichtung sür's Land."
„Gut, das geht mich nichts an," sagte Bothwell; „es istIhnen erlaubt und damit Punktum; aber hätt' ich Gesetze zugeben, mir sollte kein stutzöhriger Hund von diesem Pack aufeiner schottischen Kanzel bellen. Indessen, ich muß meinenBefehlen gehorchen. — Sieh, da kommt ja was zu trinken!Nur hingesetzt, gute Alte."
Er füllte mit einer halben Flasche Claret einen hölzernenBecher und leerte ihn auf einen Zug. „Ihr habt Eurem gu-ten Weine Unrecht gethan, mein Freund; — er ist besser alsEuer Branntwein, obwohl auch dieser gut ist. Wollt Ihrmir auf des Königs Gesundheit Bescheid thun?"
„Mit Vergnügen," sagte Milnwood, „in Bier, — ich trinkenie Claret; ich halte nur ein Wenig für liebe Freunde."
„Wie ich vermuthlich," sagte Bothwell, und schob dannHeinrich mit den Worten die Flasche hin: „Hier, jungerMann, trinkt auf des Königs Gesundheit!"
Schweigend füllte Heinrich ein mäßiges Glas, ohne aufdie Winke und Stöße zu achten, durch die sein Onkel ihm zuverstehen gab, daß er, so wie er, das Bier dem Weine hätteverziehen sollen-