nariensekt — oder Claret gefällig?" Er machte zwischen je-dem Anerbieten eine so lange Pause, wie ein genauer Aus-rufer bei einer Versteigerung, der nur zaudernd sein Ange-bot auf einen Lieblingsgcgenstand erhöht.
„Für mich Claret!" rief der Eine.
»Mir lieber Bier," sagte der Andere, „wenn's nämlichein achter Gerstensaft ist."
„Besserer ist nie gebraut worden," sagte Milnwood; „denClaret kann ich nicht so loben; der ist dünn und matt, meineHerren."
„Dafür ist Branntwein gut," sagte ein Dritter; „einGlas Branntwein auf drei Gläser Wein verhindert das Ma-genknurren."
„Branntwein, Bier, Wein, Sekt, Claret, — wir wollenAlles Prokuren," sagte Bothwell, „und was am besten schmeckt,dabei bleiben wir. Darin ist Menschenverstand, und wenn'sder verdammteste Whig in ganz Schottland gesagt hätte."
Hastig, doch mit einem widerstrebenden Zucken seiner Mus-keln, langte Milnwood zwei schwere Schlüssel hervor und gabsie der Haushälterin.
„Die Haushälterin," sagte Bothwell, indem er einen Stuhlherbeizog und sich darauf warf, „ist weder so jung noch sohübsch, um Jemand in Versuchung zu bringen, ihr in denKeller zu folgen, und da ist auch beim Teufel kein anderesGesicht, das man statt ihrer schicken könnte. — Was ist das?— Fleisch?" (er suchte mit der Gabel in der Brühe undfischte eine Hammelskotelette auf) — „Ich glaube, ich könnteein wenig essen — es ist so zähe, als wenn's des TeufelsGroßmutter ausgeheckt hätte."
„Wenn etwas Besseres im Hause ist, Herr," — sagte Miln-wood, über diese Symptome von Unzufriedenheit beunruhigt.