von der auf Befehl des Scherifs gehaltenen Waffenschau zu-rückzuhalten, und seine Rüstung und Waffenstückc in einem Au-genblicke zurückzugeben, wo es unmöglich war, einen paffen-den Stellvertreter zu finden, wodurch der Baronie von Til-lietudlem in der Person ihrer Besitzerin und ihren Bewoh-nern eine solche Schande und Unehre zugcfügt worden, wienoch nie seit den Tagen von Malcolm Canmore?"
Mause's angeborener Respekt für ihre Gebieterin war sehrgroß, sie stockte, und ein zweimaliges Husten verrieth, wieschwierig cs war, sich zu vertheidigen.
„Gewiß — Mylady — hm, hm! Gewiß thut mir's leid
— sehr leid, daß eine Ursache zu Mißvergnügen vorgekommen
— aber meines Sohnes Krankheit-"
„Sprecht mir nicht von Eures Sohnes Krankheit, Mause!Wäre er wirklich krank gewesen, Ihr würdet gewiß mit ihmbei Tagesanbruch auf's Schloß gekommen sein, um Etwasfür ihn zu holen, das ihm gut gethan hätte. Es gibt wenigUebel, gegen die ich nicht ein Recept bereit hätte, und daswißt Ihr recht gut."
„O ja, gewiß, Mylady! Ich weiß, Ihr habt wunderbareEuren zu Stande gebracht: was Ihr dem Cudie schicktet, alsdie Kolik ihn quälte, hat wie ein Zaubermittel gewirkt."
„Nun denn, warum habt Ihr Euch nicht an mich gewen-det, wenn cs wirklich Noth that? — aber cs that nicht Noth,Ihr falsches Weib, Ihr!"
„So hat mich Ew- Herrlichkeit noch nie genannt. Oh!daß ich's erleben mußte, so genannt zu werden," fuhr sieheftig weinend fort, „und bin doch eine geborene Dienerindes Hauses Tillietudlem! Glaubt nur, man verleumdet Cud-die und mich, wenn man sagt, er wolle nicht bis über dieStiefel in Blut für Ew. Herrlichkeit und Miß Editha und für