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er tiefnachdcnkend zu lesen schien. Auf seinen Knieen lag derentblößte Säbel, den er beim ersten Lärm der Hera »nahendenDragoner aus der Scheide gezogen hatte; neben ihm aberstand aus einer alten Kiste, die auch den Dienst eines Tischesversah, ein kleines Licht, und warf einen unsicher» Schein aufdie harten und rauhen Züge, deren Wildheit durch einen An-flug tragischer Begeisterung feierlicher und würdiger erschien.Auf seiner Stirne zeigte sich, daß ein gewaltiger Gedanke alleandere Leidenschaften und Gefühle vernichtet hatte, wie beimAnschwellen einer hohen Fluth alle bemerkbaren Klippen schwin-den, und ihr Dasein nur durch den Schaum der Wellen, diesich daran brechen, kund wird. Nachdem Morton ihn einigeAugenblicke betrachtet, richtete er sich auf.
Ich bemerke," sprach Morton, als er den Säbel erblickte,„daß Ihr die vorbeiziehenden Reiter hörtet; ihr Durchmarschhat mich einige Minuten aufgehalten."
„Ich beachtete sie kaum," sagte Balfour; „meine Stundeist noch nicht gekommen. Wohl weiß ich, daß ich eines Tagesin ihre Hände falle, und ausgenommen werde unter die Hei-ligen, welche sie hingeschlachtet. Und ich wollte, Jüngling,daß schon herangenahet sei diese Stunde; mir wäre sie sowillkommen, wie dem Bräutigam die Vermählung. Ader wennmein Meister mir noch mehr auferlegt hicnieden, so muß ichmein Werk mit Freuden vollbringen."
„Eßt und erfrischt Euch," sagte Morton; „Eure Sicher-heit erheischt, daß Ihr morgen diesen Ort verlasset, um dieBerge zu erreichen, sobald Ihr die Pfade durch die Moorefindet."
„Junger Mann," entgegnete Balfour, „ich bin Euch schonlästig, und vielleicht wäre ich es Euch noch mehr, wüßtet Ihrdas Geschäft, zu welchem ich jüngst gebraucht worden. Und