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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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daß es so ist, nimmt mich nicht Wunder; denn manchmal binich meiner selbst überdrüssig. Scheint es Euch nicht eine herbe'Prüfung für Fleisch und Blut, zur Vollstreckung der gerechtenUrthcile des Himmels aufgerufen zu werden, so lange wirnoch im Fleische wandeln, und jenes blinde Mitgefühl für fleisch-liche Schmerzen behalten, das unser eigenes Fleisch durchzittert,wenn wir einen Streich auf den Leib eines andern führen?Und glaubt Ihr, daß, wenn ein Haupttyrann von seiner Stelleentfernt wird, die Werkzeuge seiner Bestrafung auf ihren An-theil an dessen Sturz stets mit festen und unerschüttertcn Ner-ven zurllckschauen können? Müssen sie nicht bisweilen dieWahrheit jener Offenbarung in Zweifel ziehen, die sie gefühlt,nach der sie gehandelt? Müssen sie nicht bisweilen an demUrsprung jenes mächtigen Antriebes irre werden, womit ihreGebete um himmlische Leitung unter schwierigen Verhältnisseninnerlich beantwortet und bestätigt wurden, und in ihren un-ruhigen Besorgnissen die Antworten der Wahrheit selbst miteiner starken Täuschung des Widersachers verwechseln?"

»Dies sind Dinge, Herr Balfour, über welche ich nicht mitEuch sprechen kann," antwortete Morton;aber ich gestehe,ich würde gar sehr den Ursprung einer Offenbarung bezwei-feln, welche mir ein Betragen vorschriebe, das mit jenenmenschlichen Gefühlen in Widerspruch stände, die uns Gott alsein allgemeines Gesetz vorgezcichnet."

Balfour schien etwas verlegen, richtete sich plötzlich empor,faßte sich schnell und entgegnete kalt:Natürlich, daß Ihr sodenkt; Ihr seid noch im Kerker des Gesetzes, eine noch dunk-lere Grube als die, in welche Jeremias gestürzt ward, dunklerselbst als das Gefängniß Malcajahs, des Sohnes Hamelmelcchs,in welchem nur Schlamm und kein Wasser war. Dennoch istdas Siegel des Glaubensbundes auf Eurer Stirne, und der

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