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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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geruht, als auf Wolle oder Federn. Ein Schluck Bier, einBissen Brvd, mein Gebet und dürres Heu, find für mich ebenso gut als gemalte Zimmer und eine Fürstentafel."

Jetzt fiel es aber Morton ein, daß der Versuch, den Flücht-ling in'ö HauS zu bringen, die Gefahr der Entdeckung wesent-lich vermehren würde. Er zündete daher im Stalle, wo stetsalles Nöthige vorräthig war, Licht an, band die Pferde festund^wies Burley zur Ruhestatt eine hölzerne Bettstelle aufdem Heuboden an: früher hatte ein Stallknecht darin geschla-fen, welchen aber der Oheim in einem Anfalle von Geiz, dervon Tag zu Tag sich vermehrte, plötzlich verabschiedet hatte.Hier ließ Morton seinen Gefährten zurück, schärfte ihm aberein, das Licht so zu stellen, daß kein Schein davon in's Fen-ster falle, und gab ihm das Versprechen, daß er bald mit Er-frischungen zurückkehren werde, so viel er nämlich zu dieserStunde noch erhalten könne- Auf diesen letzten Umstand setzteer freilich kein großes Vertrauen, denn die Möglichkeit, nurdas Geringste zu bekommen, hing ganz von der Laune ab, inwelcher er seines Oheims einzige Vertraute, die alte Haus-hälterin, fand. Wenn diese sich schon zu Bette begeben hatte,was sehr wahrscheinlich, oder übler Laune, wie nicht minderwahrscheinlich war, so wußte Morton recht gut, daß der Ver-such wenigstens sehr problematisch ausfallen mußte.

In seinem Herzen den schmutzigen Geiz verfluchend, derüberall in seines Oheims Besitzung herrschte, klopfte er an dieverriegelte Thüre auf eine bescheidene Weise, durch welche ergewohnt war, Einlaß zu begehren, wenn der Zufall ihn überdie frühe zu Milnwood festgesetzte Ruhestunde hinaus entferntgehalten. In dem Anklopfcn lag ein gewisses Säumen, gleich-sam ein Bekenntniß der Gesetzesüberschreitung, durch welchesmehr eine Bitte, als ein Befehl um Aufmerksamkeit sich kund