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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
Seite
165
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Tisch neben ihn, half ihm in die Höhe und machte die Bandeseiner Arme lockerer, damit er essen könne. Er streckte dieHände, noch mit dem Blut seines Vaters besudelt, nach derSpeise aus und begierig und schweigend.

Welches ist Dein erster Name?" fragte Jeanie, um einGespräch mit ihm anzuknüpfen-

Der Pfeifer "

Doch Dein Taufname."

Ich bin niemals getauft worden, so viel ich weiß. Ichhabe keinen andern Namen als Pfeifer."

Armer unglücklicher Knabe!" sagte Jeanie;was würdestDu thun, wenn Du diesem Orte und dem Tode, der Dirmorgen droht, entfliehen könntest?"

Mich zu Rob Roy oder zum Hauptmann More Cameronschlagen, und Donacha's Tod an Allen und Jedem rächen."

O Du Unglücklicher," sagte Jeanie,weißt Du auch, wasaus Dir wird, wenn Du stirbst?"

Dann fühle ich weder Kälte noch Hunger mehr!" sagteder Jüngling verstockt.

Ihn in diesem furchtbaren Seelenzustande hinrichten lassen,hieße Leib und Seele vernichten und ihn entfliehen zulassen, darf ich auch nicht wagen was soll ich beginnen?Aber er ist meiner Schwester Sohn, mein leiblicher Neffe,unser eigenes Fleisch und Blut, und seine Hände und Füßesind so fest geschnürt, als Stricke sie nur binden können.Pfeifer, die Stricke schmerzen Dich wohl?"

Gar sehr "

Wenn ich sie Dir nun löste, würdest Du mir kein Leid thun?"

Nein, Du thatest ja mir und den Meinen nichts zu Leide."

Es ist doch vielleicht noch einiges Gute in ihm," dachteJeanie,ich will versuchen, was die Milde über ihn vermag."