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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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würde ein großer Trost für Lady Staunton sein, meinte Dun-can, wenn sie die Schurken alle drei in einer Reihe unterihrem Fenster hängen sähe, und wüßte, daß ihrem Mannedie gebührende Rache geworden.

Auf Butler's wiederholte Vorstellungen gegen dieses willkür-liche Verfahren, entschloß ersichendlich, zweivon den Gefangenennach Glasgow dem Gericht zuzuschicken ; den jungen Kerl aber,densieden Pfeifer nannten, würde er am Stricke pfeifen lassen, damites nicht heiße, ein Freund des Herzogs sei in seinem Landeungerächt getödtet worden.

Butler beschwor ihn, das unglückliche Schlachtopfer, zurRettung seiner Seele, zu verschonen. Es war Alles vergeblich,undDuncangab seineBefehle zur morgenden Hinrichtung. DasKind der Schuld und der Sorge war von seinen Gefährten ge-trennt, stark gebunden, und in ein besonderes Zimmer ge-bracht, zu welchem der Hauptmann den Schlüssel behielt.

Die Nacht war gekommen, und Alles still im Hause, als Jeaniesich von ihrem Lager erhob, um das Schicksal, welches ihrem Neffendrohte, abzuwenden, oder wenigstens zu verzögern; besonderswenn sie im Gespräch mit ihm finden sollte, daß Besserungmöglich sei. Sie öffnete die Thür mit einem Hauptschlüffel, und inder Stille der Mitternacht stand sie vor dem erstaunten jungenWilden, der, fest mit Stricken gebunden, auf einem Haufen Flachslag, womit das Gemach angefüllt war. In seinem schwarzgelben,schmutzigen, von rauhem schwarzen Haar verdunkelten Gesichtsuchte Jeanie vergebens eineAehnlichkeit mit seinen schönen Aelternzuentdecken. Unddoch, wie konnte fieeinem sojungen und so un-glücklichen Wesen ihr Mitleid versagen, unglücklicher bei Weitemals er selbst es ahnen konnte, da der Mord, den er aller Wahrschcin-lichkeitnachmiteigenerHandbegangen, oder andemer doch Theilgenommen, ein Vatermord war- Sie setzte Speise auf einen