sie in diesen wilden Ausbrüchen des Schmerzes nicht den größ-ten Thcil ihres wichtigen Geheimnisses verrieth.
Endlich folgte Schweigen und Erschöpfung diesem Wllthen desSchmerzes, und Jeanie stahl sich hinaus, ihren Mann zu Rath zuziehen, undihn zu bitten, durch Vermittelung des Hauptmanns inihrer Schwester Namen die geheimen Papiere Staunton's in Be-schlag zu nehmen- Zu Butler's großem Erstaunen erklärte sie ihmjetzt, welche Bande des Bluts sie an Lady Staunten knüpftenund sie zu solchen Schritten berechtigten.
Bei dieser unglücklichen Begebenheit zeigte sich Jeanie's thä-thige und unerschrockene Seele von Neuem. Während der Haupt-mann eine ziemlich lange Zeit damit zubrachte, sich zu erfrischenund dann die Gefangenen sowohl als andere Zeugen des Vor-falls in englischer und gälischer Sprache zu verhören, ließ sieden Leichnam ihres Schwagers entkleiden und besichtigen.Das Crucifir, der Rosenkranz und das härene Bußhemd anseinem Leibe zeigten, daß das Gefühl seiner Schuld ihn bewo-gen, sich einem Glauben zu weihen, der die Miffethat derSeele durch Kasteiung deö Leibes abzubüßen meint-
In den Schriften, die der Eilbote von Edinburg Staun-ton überbracht hatte, fand Butler neue Berichte, die sein Er-staunen erregten.
Durch die verheißene Belohnung angespornt, war es Ratcliffebald gelungen, einige Spur jenes unglücklichen Kindes aufzufin-den. Die Frau, welcher Margarethe Murdockson es verkauft,hatte es bei ihren bettelnden Wanderungen mit sich geführt, bis cssiebo»oderachtJahralt war, und es dann anDvnacha verkauft.Dieser Mann, mit allem Bösen vertraut, unterstützte gelegentlicheinen schrecklichen Handel, der damals zwischen Schottland undAmerika stattfand. Die Pflanzungen mit Sclaven zu versorgen,stahl man Männer und Weiber, besonders aber ganz jungeKinder
Korker lw» Edinbnrg. III. II