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das ihrer Schwester so viel gekostet- Sie war jetzt die ein-zige, von der irgend ein Aufschluß zu erlangen war, da derTod die Lippen ihrer Mutter aus immer geschlossen.
An diesem Abend ward es jedoch, dem Verbot der Aerztezufolge, Jeanie verweigert die Kranke zu sehen. Am nächstenMorgen erneuerte sie das Gesuch und ward eingelassen. Sieerfuhr, daß Magda eine Zeitlang ganz ruhig und besonnengewesen, und der Geistliche des Hauses diese Augenblicke be-nutzt habe, an ihrem Lager zu beten, und ihr Gemüth zurAndacht zu leiten. Bald nach seiner Entfernung sei sie je-doch wieder in ihren Irrwahn verfallen. Man glaube nicht,daß sie noch zwei Stunden zu leben habe.
Jeanie und ihre Begleiter fanden die Sterbende in einemgroßen Krankenzimmer mit zehn Betten, leer jedoch bis aufdas ihrige. Magda sang, als sie eintraten, abgebrocheneStücke veralteter Lieder, wie sie pflegte; allein ihre Stimme,nicht mehr gewaltsam angestrengt, wie früherhin, war sanft,schwermüthig, durch körperliche Erschöpfung gemildert. DerTod lag in diesen klagenden Lauten, und sie hatten in ihrermild traurigen Weise etwas von dem Ton der Wiegenlieder,mit denen eine Mutter ihr Kind in den Schlaf lullt. Jea-nie hörte sie zuerst einige Verse singen, dem Anschein nach,aus einem frohen Aernteliedc.
„Jeht ist das saure Werk vollbracht, -Die Garbe» sind »UN eingebracht,
Heini kehrt der »lüde Schnitter »UNVon schwerer Arbeil ans>uruhn.
Wenn sich die heiße Sonne senkt,
Wird uns die knh>e Nacht geschenkt,
Wenn Herbst dahin und Winter nah,
Ist auch die Aerntefeier da.
Kerker von Edinbnrg. III. 5
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