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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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herauszukommen, soll er seinen Schottenmantel voll zerbroche-ner Rippen nach Hause tragen."

Unter diesen Umständen konnte nichts zur Rettung Magda'Sgethan werden; und Archibald ließ aus's Eiligste der Stadt zu-jagen, um von dort aus der Unglücklichen einigen Beistand zusenden. Indem sie davonfuhren, hörten sie das rohe Geschrei,welches die Menge grausamen oder ausschweifenden Handlun-gen vorauszuschicken pstcgt; und zwischen hindurch den lautenAngstruf des bedauernSwerthcn Opfers.

Sie waren kaum in den Straßen Carlisle's angelangt, alsArchibald auf Jeanie's dringende Bitte augenblicklich davoneilte,der armen Magda einen gerichtlichen Beistand zu verschaffen.Er kehrte nach ungefähr anderthalb Stunden zurück, und be-richtete Jeanie, daß ein Polizeibeamter und einige seiner Ge-hülfen mit ihm hinaus vor die Stadt gegangen, wo sie denPöbel beschäftigt gefunden, Magda in einen schlammigen Pfuhlzu tauchen, seine Lieblingsart zu strafen, und daß man sieaus den Händen ihrer Peiniger gerettet, in einem Zustandvölliger Bewußtlosigkeit jedoch. Man habe sie dann nach demKrankenhause gebracht, wo sie wieder zu sich selbst gekommen,und sie werde sich wohl bald völlig erholen.

Dies Letztere war eine kleine Abweichung von der Wahr-heit, denn man erwartete nicht, daß Magda Wildfeuer dieerlittene grausame Behandlung überleben würde. Allein Ar-chibald sah Jeanie's tiefe Erschütterung, und wollte ihr da-her nicht gleich das Schlimmste sagen.

Es war bestimmt worden, den noch übrigen Theil des Tagesund die folgende Nacht in Carlisle zu rasten, und Jeanie äußerteihren Wunsch, Magda zu sehen. Zweierlei bewog sie zu diesemVerlangen. Besorgniß für die Unglückliche sowohl als die Mög-lichkeit, durch sie etwas von dem Schicksal des Kindes zu erfahren,