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„Versuch es, Magda," sagte Jeanie, «versuch cs, Dich zusammeln und Deinen Sinn zu reinigen, und das Herz wird Dirleichter werden. Widerstehe nur dem Teufel, und er flicht vonDir. Denn, — wie mein würdiger Vater sagt, — kein Teufelist so arg, als unsre eigenen schlimmen Gedanken es find."
„Das ist wahr, Mädchen," sagte Magda in die Höhe fah-rend; „und ich will einen Weg gehen, wohin der Teufel mirnicht folgen darf. — Ader ich will Dich fest beim Arm fassen,aus Furcht, der böse Geist möchte mir den Paß verrennen."
Sic stand auf, nahm Jeanie beim Arm, und ging mit starkenSchritten vorwärts; und bald, zur großen Freude ihrer Ge-fährtin, gelangte sie zu einem gebahnten Fußpfade, mit dessenWindungen sie vollkommen bekannt schien. Jeanie bemühtesich, sie zur Fortsetzung ihrer Beichte zu dringen, allein dieseLaune war vorüber- Ihr verworrener Sinn war einem Hau-fen dürrer Blätter zu vergleichen, die vielleicht auf Augen-blicke still liegen können, allein von dem ersten zufälligen Lust-hauch sogleich in Bewegung gesetzt, und hierhin und dorthinzerstreut werden. Sie hatte jetzt ihre Aufmerksamkeit wiederauf andre Dinge gerichtet, plauderte Dies und Jenes, undkam zuletzt im Fluß ihrer Rede auf einen kleinen Hund zusprechen, den man ihr getödtet, als sie einst nach dem Wacht-hause gebracht wurde, und das Hündchen um sich biß, beiwelcher Erinnerung sie einen argen Fluch gegen den Mörderdes treuen Thieres ausstieß.
„O pfui, Magda," sagte Jeanie, „Du solltest nicht der-gleichen Worte über Deine Lippen bringen."
„Du hast Recht," erwiederte Magda, den Kopf schüttelnd;„aber dann muß ich nicht an meinen armen kleinen Hunddenken, wie er da sterbend im Rinnstein lag. Doch es isteben so gut für ihn, denn er litt Hunger und Durst als er