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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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sagte sie, und zog das Silbergeld hervor, welches sie von ihremgrößer» Vorrath gesondert hielt;wenn Ihr es aber habenwollt, muß ich cs freilich geben."

Das reicht nicht hin, Mädchen," sagte jener wieder,glaubst Du, zum Teufel, ein ordentlicher Kerl wagt seinLeben um nichts und wieder nichts? Wir müssen jeden Hellerhaben, sonst ziehen wir dich dis auf's Hemd aus."

Sein Gefährte, ein langer dünner Kerl, schien Mitleid mitder Todesangst zu haben, die man in diesem Augenblick inJeanie's Zügen las.Nein, nein Thoms," sagte er,das isteine von den frommen Schwestern, und wir wollen ihr auf'sWort glauben. Höre, Mädchen, wenn Du zum Himmelaufsiehst und sagst, das sei der letzte Heller, den Du bei Dirhast, so wollen wir Dich frei ausgeben lassen."

Ich kann nicht Alles geben, was ich bei mir habe," er-wiederte Jeanie;denn Leben und Tod hängt von meinerReise ad. Wenn Ihr mir aber nur so viel übrig lassen wollt,um bei Wasser und Brod weiter zu kommen, bin ich zufrie-den, und danke Euch, und will für Euch beten."

Zum Teufel mit Deinem Gebet," sagte der Erste wie-der;die Münze gilt bei uns nicht." Er machte eine Be-wegung Jeanie zu ergreifen.

In dieser Not- fiel ihr Ratcliffe's Papier ein.Haltetein," rief sie,vielleicht kennt Ihr dies?"

Es ist von Ratcliffe," sagte der Große, nachdem er esangesehen,wir müssen sie frei pasfircn lassen."

Warum nicht gar," versetzte sein Gefährte,Ratcliffe istein Abtrünniger und ein Bluthund geworden, heißt es."

Er kann uns um so mehr einmal nützlich sein," meinteder Andere.

Aber was sollen wir denn thun? Wir haben ja ver-