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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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dadurch ein falsches Zeugniß ab in dem, was man von mirzu wissen verlangt?" sagte sie.Wegen ihres Verschweigensist ja die arme Effie angeklagt, wie können Sie mich denn zueiner solchen Unwahrheit anffordern?"

Ich sehe, mein erstes Mißtrauen gegen Sie war gegrün-det, und Sie wollen Ihre Schwester, jung, schon, schuldlos,wie sie ist, den Tod einer Mörderin sterben lassen, ehe Siedie Lippen öffnen, um sie zu retten."

Mein bestes Herzblut würde ich für sie hingeben," riefJeanie mit Thränen der bittersten Angst,aber ich kann nichtRecht zu Unrecht machen, oder wahr, was falsch ist."

Thörichtes,. hartherziges Mädchen," sagte der Fremde,fürchten Sie sich etwa vor ihnen? Ich sage Ihnen, diesesGerichtsvolk sogar, das dem Leben der Menschen nachjagt,wie der Windhund dem Hasen, wird sich über die Rettungeines so jungen, herrlichen Geschöpfes freuen. Sie werdenIhnen glauben, und wenn sie Ihnen auch nicht glauben, Sienicht allein der Verzeihung, sondern auch des höchsten Lobesfür Ihre Schwesterliebe werth achten."

Nicht die Menschen fürchte ich," sagte Jeanie, indem siezum Himmel aufblickte;Gott, dessen Namen ich anrufenmuß, zur Bekräftigung meiner Worte, ihm wird die Unwahr-heit derselben offenbar sein."

Und auch der Beweggrund," sagte er hastig;und auch,daß nicht Eigennutz Sie treibt, sondern der Eifer, eine Un-schuldige zu retten, und ein Verbrechen zu verhindern, ärgerals jenes, welches die Gerichte strafen wollen."

Er hat uns sein Gesetz gegeben, als eine Leuchte auf un-scrm Wege," sagte Jeanie;wenn wir von dem abweichen,irren wir wissentlich. Ich mag nicht Böses thun, und sollteauch Gutes daraus hcrvorgehen. Aber Sie, der Sie ihrer