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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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ohne ihr Wissen und ohne ihre Einwilligung," fügte er hastighinzu.

Und warum kann nicht der Schuldige zur Strafe gezo-gen, und die Unschuldige gerechtfertigt werden?"

Martern Sie mich nicht mit vergeblichen Fragen!" er-wiederte er finster.Die That wurde von Menschen verübt,die sicher genug vor der Entdeckung sind. Niemand alsSie können Effie retten!"

Weh mir! wie vermag ich es?" rief Jeanie in Ver-zweiflung.

Horen Sie mich! Sie haben Verstand Sie könnenden Sinn meiner Worte verstehen. Ihre Schwester ist un-schuldig an dem Verbrechen, dessen sle angeklagt ist"

Gott sei gepriesen dafür!" rief Jeanie.

Hören Sie und schweigen! Das Weib, welches ihrbeistand, mordete das Kind, doch ohne der Mutter Wissen.Sie ist deshalb unschuldig, so unschuldig wie das arme Ge-schöpf, welches nur wenige Augenblicke in dieser unglücklichenWelt athmete wohl ihm, daß es so bald zur Ruhe kam!

Sie ist unschuldig, und doch muß sie sterben cs ist un-möglich, sie von der Anklage zu reinigen."

Aber Sie sagten, es sei ein Mittel vorhanden?" riefJeanie in bitterer Herzensangst."

Ja, und es liegt in Ihren Händen. Der Kraft des Ge-setzes ist nicht zu widerstehen, aber man kann ihr ausweichen-Sie sahen Ihre Schwester in der Zeit, die der Geburt ihresKindes voranging ist nicht leicht vorausznsetzen, sle habeihres Zustandes gegen Sie erwähnt? Dies würde sie retten,dies wurde die Hauptanklage gegen sie aufheben. Sie thates gewiß denken Sie nur nach erinnern Sie sich nur

ich bin überzeugt, daß sie es that."