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ohne ihr Wissen und ohne ihre Einwilligung," fügte er hastighinzu.
„Und warum kann nicht der Schuldige zur Strafe gezo-gen, und die Unschuldige gerechtfertigt werden?"
„Martern Sie mich nicht mit vergeblichen Fragen!" er-wiederte er finster. „Die That wurde von Menschen verübt,die sicher genug vor der Entdeckung sind. — Niemand alsSie können Effie retten!"
„Weh mir! wie vermag ich es?" rief Jeanie in Ver-zweiflung.
„Horen Sie mich! — Sie haben Verstand — Sie könnenden Sinn meiner Worte verstehen. — Ihre Schwester ist un-schuldig an dem Verbrechen, dessen sle angeklagt ist" —
„Gott sei gepriesen dafür!" rief Jeanie.
„Hören Sie und schweigen! — Das Weib, welches ihrbeistand, mordete das Kind, doch ohne der Mutter Wissen.Sie ist deshalb unschuldig, so unschuldig wie das arme Ge-schöpf, welches nur wenige Augenblicke in dieser unglücklichenWelt athmete — wohl ihm, daß es so bald zur Ruhe kam!
— Sie ist unschuldig, und doch muß sie sterben — cs ist un-möglich, sie von der Anklage zu reinigen."
„Aber Sie sagten, es sei ein Mittel vorhanden?" riefJeanie in bitterer Herzensangst."
„Ja, und es liegt in Ihren Händen. Der Kraft des Ge-setzes ist nicht zu widerstehen, aber man kann ihr ausweichen-Sie sahen Ihre Schwester in der Zeit, die der Geburt ihresKindes voranging — ist nicht leicht vorausznsetzen, sle habeihres Zustandes gegen Sie erwähnt? Dies würde sie retten,dies wurde die Hauptanklage gegen sie aufheben. — Sie thates gewiß — denken Sie nur nach — erinnern Sie sich nur
— ich bin überzeugt, daß sie es that."