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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
Seite
170
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er sich um, svannte die Pistole wieder ab und steckte sie ein.Ich bin ein Ruchloser," sagte er,mit Schuld und Schmachbelastet, doch nicht schlecht genug, Dir Böses zuzufügen! Nurschrecken wollte ich Dich. Sie hört mich nichtihr Athemist entflohen! Großer Gott, welch ei» Schurke bin ich ge-worden !"

Während er sprach, erholte sie sich aus einem halb be-wußtlosen Zustande, an Bitterkeit dem Todeskampfe zu ver-gleichen; und vermöge einer Anstrengung der ihr eigenenKraft, hatte sie sich bald so weit gesammelt, um zu begreifen,daß er nicht an ihr Leben wolle.

Nein," fuhr er fort,ich will nicht dem Morde jener Un-glücklichen und dem ihres Kindes noch den Mord ihrerSchwester hinzufügen! Rasend, wntherfüllt, wie ich bin,der Furcht wie dem Mitleid verschlossen, der Gewalt einesbösen Geistes dahingeben, und verlassen von allem Guten,würde ich Ihnen doch kein Leid zufügen, und böte man mirdie Welt zum Lohn dafür! Aber bei allem, was Ihnenwerth und theuer ist, schwören Sie meinen Rath zu befolgen.Nehmen Sie diese Mordwaffe, erschießen Sie mich, und rächenSie mit eigener Hand, was ich an Ihrer Schwester verschul-det, nur bedienen Sie sich des Mittels, des einzigen Mittels,wodurch ihr Leben zu retten ist."

O Gott! Ist sie unschuldig, oder nicht?"

Sie trägt keine Schuld keine als die, einem Bösewichtvertrant zu haben! Und dennoch, gäbe es nicht noch schlech-tere Menschen als ich ja, schlechter, obgleich ich schlecht ge-nug bin so würde es dahin nicht gekommen sein."

Und meiner Schwester Kind? Lebt es?" fragte Jeanie-

Nein, es wurde gemordet das neugeborne Kind wurdegrausam gemordet," sagte er mit dumpfer Stimmedoch