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„Keinen Vorbehalt!" rief der Unbekannte mit Donner-stimme; „erlaubt oder nicht erlaubt, Christin oder Heidin,Sie müssen schwören zu thun, was ich verlange, oder — Siewissen nicht, wessen Zorn sie reizen!"
„Ich will es überlegen," sagte Jeanie, erschreckt durch diefurchtbare Heftigkeit seines Wesens, und zweifelhaft, ob sieeinen Rasenden, oder einen Geist der Hölle vor sich habe;„ich will es überlegen, und cs Ihnen morgen zu wissen thun."
„Morgen?" rief er mit Hohngelächter; „und wo werdeich morgen sein? — Oder, wo werden Sie noch diese Nachtsein, wenn Sie nicht schwören, mir zu gehorchen? Schoneine Frevelthat wurde hier verübt; und eine zweite soll sichihr zur Seite stellen, wenn Sie nicht Leib und Seele meinerFührung übergeben!"
Bei diesen Worten erhob er eine Pistole gegen sie. Jeaniefloh nicht und sank nicht in Ohnmacht, sie fiel auf die Knieund bat um ihr Leben-
„Ist das Alles, was Sic mir zu sagen haben?" fragteder ungerührte Bösewicht.
„Tauchen Sie ihre Hände nicht in das Blut einer Schutz-losen, die Ihnen vertraute!" rief Jeanie, noch immer knieend.
„Und ist das Alles? Haben Sie mir kein Versprechen zugeben? Wollen Sie Ihre Schwester verderben, und michzwingen, noch mehr Blut zu vergießen?"
„Ich kann nichts versprechen, was einer Christin nicht er-laubt ist."
Er spannte den Hahn des Mordgewehrs und richtete csauf die Geängstigte.
„Möge Gott Ihnen vergeben!" sprach sie, indem sie ihreAugen heftig mit beiden Händen bedeckte.
„Verdammt!" murmelte er in sich hinein; dann wendete