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Horen schien. Ohne ans ihr Erstaunen zn achten, fuhr jenerfort: „Sie sehen einen Elenden vor sich, der zu zeitlicher undewiger Qual bestimmt ist."
„Um Gotteswillen, reden Sie nicht so verzweifelt! DieWohlthat des Evangeliums ist auch dem Sündhaftesten, demElendesten unter den Elenden verliehen."
„Dann muß ich freilich auch meinen Antheil daran haben,"sagte der Unbekannte, „wenn Sie es sündhaft nennen, dieMutter, die mich geboren, den Freund, der mich liebte, dasWeib, welches mir vertraute, das unschuldige Kind, das mirgeboren ward, in's Verderben gerissen zu haben. Ist, werdies gcthan, ein Sünder, und wer es überlebt, elend, dannbin ich wahrlich höchst sündhaft und höchst elend."
„So sind sie also die böse Ursache des Unglücks meinerSchwester?" sagte Jeanie, und ein Gefühl des Unwillenstheilte sich dem Ton ihrer Stimme mit.
„Ja, fluchen Sie mir nur deshalb, wenn Sie wollen,"sagte der Fremde; „ich habe cs sehr wohl von Ihnen ver-dient."
»Es ziemt mir besser," sagte Jeanie, „Gott zu bitten,daß er Ihnen vergebe."
„Thun Sie wie Sic wollen, und was Sie wollen," ver-setzte er mit Heftigkeit; „geloben Sie nur, sich nach meinerVorschrift zu richten, und Ihrer Schwester Leben zu retten."
„Erst muß ich wissen," sagte Jeanie, „welches Mittel Siemir dazu angeben."
„Nein! erst müssen Sie schwören, feierlichst schwören, sichdesselben zu bedienen, wenn ich es Ihnen genannt."
„Es ist unnöthig zu schwören, daß ich Alles thun werde,was einer Christin erlaubt ist, um meiner Schwester Leben zuretten-"