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am Himmel stand und ein deutlicheres Licht verbreitete. Dannwandte ste den Kopf langsam und zagend dem Steinhaufenzu, von dem sie bis dahin die Blicke abgewendet hatte. Nie-mand war zu sehen hinter den aufgethürmten Steinen, dHgrauweiß im Mondlicht dalagen. Verworrene Zweifel allerArt drängten sich in demselben Augenblick dem einsam wan-dernden Mädchen auf. Hatte der Briefsteller sie getäuschtund sein Wort gebrochen? Hielt ein unerwarteter Zufall ihnzurück? Oder war ste von einem bösen Geist hieher gelocktworden? Und sollte ihr dieser vielleicht plötzlich erscheinen,von allen seinen Schrecken umringt?
Dennoch näherte sie sich dem Steinhaufen. Nur wenigeSchritte war sie noch davon entfernt, als sich plötzlich hinterdemselben eine Gestalt erhob. Jeanie konnte sich kaum eineslauten Schreies erwehren, da die schreckenvollste ihrer Muth-maßungen in Erfüllung zu gehen schien- Sie unterdrückteihn jedoch und erwartete mit zurückgehaltenem Athem, daßjener ste anreden solle. Er that es nach kurzem Schweigen,indem er ste mit tiefer, bebender Stimme fragte: Sind Siedie Schwester jener Unglücklichen?"
„Ich bin — ich bin Effie Deans' Schwester!" rief Jeanie.„O, wenn Sie jemals hoffen, Gott solle Sie hören in IhrerNoth, so sagen Sie, was geschehen kann, ste zu retten!"
„Nein, ich hoffe nicht, daß Gott mich hören wird in mei-ner Noth," war seine seltsame Antwort- „Ich verdiene —ich erwarte cs nicht." Sein Ton bei diesen Worten der Ver-zweiflung war ruhiger als zuvor, vielleicht weil der Augen-blick der ersten Anrede ihm am peinlichsten gewesen. Jeanieblieb starr vor Schrecken, eine Sprache zu hören, so gänzlichverschieden von allem, was sie bis jetzt gekannt, daß ste ihreinem Höllengeist eher als einem menschlichen Wesen anzuge-