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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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zeugten von der Angst seiner Seele. In solcher Stimmungseytcn sich Vater und Tochter zu ihrem einfachen Mahl.Deans fügte dem Tischgebet einige Worte von der Ergebungin den Willen Gottes hinzu. Seiner Lehre Kraft zu gebendurch sein Beispiel, wollte er selbst etwas Speise nehmen,allein die Natur war zu mächtig, er war nicht dazu imStande. Beschämt über seine eigene Schwäche, sprang erauf und eilte hastig hinaus; doch kehrte er in weniger alsfünf Minuten scheinbar ruhig zurück, seinem eiligen Rückzugden Vorwand gebend: es wäre ihm gewesen, als hätte erLas Füllen frei im Stalle herumspringen Horen.

Er wagte sich nicht wieder an den Gegenstand seiner frü-heren Unterhaltung, und seine Tochter war froh, daß er die-ses aufregende Thema nicht wieder berührte. Die Stundengingen vorüber, wie sle vorübergehen müssen, sie mögen nunvon Freude beflügelt, oder von Trübsal belastet sein. DieSonne ging hinter der duftigen Höhe des Schlosses und demSchirm der westlichen Hügel unter, und der Abend rief Deansund seine -Tochter zu ihrer gewohnten Andacht- Jeanie erin-nerte sich schmerzlich, wie sie um diese Zeit oft die längerwerdenden Schatten beobachtet, und ängstlich nach Effie aus-gcschen, wenn diese zu lange verweilte. Sie tadelte sichselbst, daß sie nicht damals ihres Vaters Gewalt gegen denLeichtsinn ihrer Schwester zu Hülfe gerufen, und sie so viel-leicht vom Verderben gerettet.Doch ich handelte nach bestemWissen und Willen," dachte sie dann wieder,und wer hätteso großes Nebel von einem Gran irdischer Hefe bei einem sogütigen, reinen und edlen Gemüthc erwarten können?"."

Bei der Abendandacht stand zufällig ein Stuhl da, woEffie zu sitzen pflegte. David Deans sah die Augen seinerTochter in Thräncn schwimmen, als sle sich auf diesen Gegcn-

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