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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
Seite
91
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Kranke.Wozu hat die Pfarre mich so viel Geld gekostet, wennich das einzigcmal in meinem Leben, wo mich darnach verlangt,nicht ein Stückchen Gebet haben kann? Fortmit Ihnen, wenn Sienichts Beffres wissen. Doctor, vielleicht können Sie mir helfen-"

Der Arzt hatte sich unterdessen bei der Haushälterin nach denUmständen der Krankheit erkundigt, und versicherte den Lord,seine Knnst könne ihm das Leben nicht fristen.

Nun, so packtSuch beidezum Teufel!" ricfmit ungeduldigemZorn der Kranke-Kommt Ihr um nichts und wieder nichtshieher, als mir zu sagen, daß Ihr mir nicht aus der Klemmehelfen könnt? Hinaus mit ihnen, Hanne, aus dem Hause mitihnen! und Hans, meinen Fluch, wenn Dn einem von beideneinen Heller für den Weg gibst."

Der Pfarrer und der Arzt machten einen schleunigen Rück-zug aus dem Zimmer, während der Lord durch Flüche und Lästcr-worte die Stimme seines Gewissens zu übertäubc» suchte.

Bringe mir die Branntweinflasche, Hanne," rief er mit ei-nem Tone, in dem dieHcftigkeit derLeidcnschaftmitdcm Schmerzder Krankheit stritt.Ich kann sterbe», wie ich gelebt habe, ohnemich um einen von ihnen zu bekümmern. Doch etwas liegtschwer auf meinem Herzen," fügte er dann leiser hinzu,und einganzer Anker Branntwein kann es nicht hinweg spülen. DieDeans in Woodend! und die alte Witlwe dort mit ihrem En-kel! Ich ließ sie schwer verhalten in den theucrnJahren, undnun, sie müssen umkommen, nun sie hinaus sollen, sic müssen um-kommcn! Hans sieh einmal hinaus, was für eine Nacht es ist?"

Es schneit, Vater," erwiederte Hans mit großer Ruhe, nach-dem er zum Fenster hinaus gesehen.

Sie werden im Schnee, in der Kälte erfrieren!" sagte dersterbende Sünder,mir aber wird heiß genug sein, wenn Alleswahr ist, was man davon erzählt "