für seine Gesundheit und die für seine Geschäfte auf wunderlicheWeise in einem Kopfe durcheinander tobten, der nie einer derklarsten war.
„Das ist ein harter Stand für mich, Ihr Herren und Nach-barn. — Viel, viel härter als Anno neun und achtzig, wo sie mirso arg zusehten, weil sie mich für eine» Papisten hielten. Aberglauben Sie mir, Pfarrer, niemals ist auch nur ein Funken Pa-pistcrei in mir gewesen. Hans, nimm Dir ei» Beispiel, es ist eineSchuld, die wir alle bezahlen müssen, und da steht Niklas Novit,der wird Dir sagen, daß ich mein ganzes Leben lang nicht gernSchulden zahlen mochte. — Vergessen Sie nicht, Herr Novit, denfälligen Jahrzins von dem Meier cinznfordern. Wenn ich Schul-den abtragen soll, so muß ich fle mir auch von Andern abtragen las-sen. — Hans, wenn Du sonst nichts zu thnn hast, pflanze einenBaum, er wächst, weil du schläfst, Hans; mein Vater gab mirdie Lehre, es sind nun vierzig Jahre her, ich hatte nur niemalsZeit sic zu befolgen. Hans, trinke des Morgens keinen Brannt-wein, cs thut dem Magen Schaden, nimm lieber einen SchlucksgnL mirsdilis; Hanne hier weiß es vortrefflich zu machen. —Doctor, mein Athem wird so kurz wie der eines Pfeifers miteinem Windbruche, wenn er vierundzwanzig Stunden zum Tanzeaufgespielt. — Hanne, mach mir das Kopfkissen zurecht — abercs hilft doch Alles nichts! — Pfarrer, können Sie mir nicht ge-schwind ein Stückchen Gebet hcrsagen, es würde mir vielleichtgut thnn, und mir einige wunderliche Gedanken aus dem Kopfetreiben. Bringt etwas vor, Mann."
„Ich kann nicht ein Gebet anwenden, wie ein Wiegenlied,"sagte der ehrliche Geistliche. „Wollen Sic Ihre Seele erlöst wis-sen, gleich der Beute aus dem Netze des Vogelstellers, so müssenSie mich den Zustand Ihres Gemüths kennen lehren."
„Und sollten Sie ihn nicht ohnedies kennen?" erwiederte der