Ein Bett war dickt zur Seite des Stabes niedergelegt, so daßsich der gefesselte Gefangne nach Gefallen niedcrlegen konnte, ob-wohl immer auf die angegebene Art an der Eisenstange befestigt.
Hatteraick hatte noch nicht lange in diesem Gefängniß ge-sessen, als Glosstn in dem nämlichen Hause anlangte. AusRücksicht auf seinen Stand und seine Bildung ward er nichtgefesselt, sondern in ein anständiges Gemach, unter AussichtMac-Guffog's, gebracht; der letztere war, seitdem der Pöbeldas Zuchthaus bei Portauferry zerstört hatte, hier als Unter-kerkermeister angestellt. Als Glossin in diesem Gemach einge-schloffen war und Einsamkeit und Muße hatte, um alle Ver-hältnisse, die ihm widrig oder günstig waren, zu berechnen, somußte er sich gestehn, daß er ein verzweifeltes Spiel spiele.
„Das Gut ist verloren," sagte er, „da hilft nichts; Pley-dell und Mac-Morlan werden meinen Anthcil auf eine un-bedeutende Kleinigkeit reduciren. Mein Charakter — aberwenn ich Freiheit und Leben behalte, so will ich schon Geldgewinnen, um Alles gut zu machen. Vom Morde des Zöll-ners wußt' ich nichts, bis der Schurke die That verübt hatte,und wenn ich auch einigen Vortheil von dem Schleichhandelzog, so ist dies noch kein Hauptverbrechen. Aber die Entfüh-rung des Knaben, — da werden sie mir härter auf den Leibrücken. Laß sehen. — Dieser Bertram war damals ein Kind— sein Zeugniß reicht nicht aus — der andere Kerl ist einAusreißer, ein Zigeuner und ein Ehrloser — Mcg Merrilies,möge sie verdammt sein- ist todt. Jene heillosen Wechsel!Hatteraick brachte sie wahrscheinlich mit, um mir zu drohenoder Geld von mir zu erpressen. Ich muß diesen Schurkenwo möglich sehen; ich muß ihn zur Standhaftigkeit ermahnen;muß ihn überreden, der Sache ein anderes Ansehn zu geben."
Indem sein Geist über Pläne künftigen Betrugs sann, um