170
hatte, um den kalten Seewind abzuhalten, ohne doch der Luftden Zutritt gänzlich zu versperren- Die Zweige waren solocker über einander gelegt, daß man, gegen den glühendenRost hindurchblickend, sehen konnte, was in der Nähe vorging,obwohl eine weit stärkere Beleuchtung die Personen im Hin-tergründe der Höhle nicht fähig gemacht haben würde, dieStellung der Lauschenden zu entdecken.
Die Scene gewährte, auch abgesehn von dem besondernmoralischen Interesse und der persönlichen Gefahr, die damitverbunden, schon durch die Wirkung des Lichtes und Schattensauf die ungewöhnlichen Gegenstände, einen vorzüglich schauer-lichen Anblick. Die dunkelrothe Gluth auf dem Roste erhobsich von Zeit zu Zeit zu einer mehr oder minder düster leuch-tenden Flamme, je nachdem das Holz, womit Dirk Hatteraicksein Feuer nährte, sich besser oder schlechter dazu eignete-Jetzt erhob sich eine düstere Rauchwolke zu der Decke derHöhle, jetzt wieder fuhr eine unsichere und matte Flammedazwischen empor, die flackernd durch die Rauchsäule wirbelte,und plötzlich durch etwas dürres Reisig Heller und lebhaftergemacht wurde, oder auch durch einige Kienspähne, die dannalsbald den Rauch in Gluth verwandelten. Bei solch' unbe-stimmter Beleuchtung vermochten sie mehr oder minder deut-lich Hatteraick's Gestalt zu sehen, dessen wildes und roh ge-bildetes Gesicht, jetzt noch wilder gemacht durch die Umständeseiner Lage und seinen düstern Gemüthszustand, recht wohl zudem rauhen und unebenen Gewölbe paßte, welches sich in ei-nem rohen Bogen um und über ihm hob. Die Gestalt derMeg Merrilies, die sich bei ihm zu schaffen machte und baldim Lichte stand, bald von Rauch oder Finsterniß theilweise ver-steckt war, bildete einen seltsamen Kontrast zu der fitzendenFigur Hatteraick's, wenn er sich über die Gluth beugte und.