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müssen — oft Hab' ich das vermuthet; aber Ihr plötzlichesund unerwartetes Erscheinen, verbunden mit schmerzlichen Er-innerungen, hinderte mich, sogleich zu sagen, was ich jetztsage: daß, was mir auch immer die Ehre dieses Besuchesbringt, derselbe ein angenehmer ist."
Bertram verbeugte sich mit zurückhaltender doch höflicherAnerkennung vor dem zwar auch höflichen, aber ernsten Man-uering.
„Julie, meine Liebe, du thätest besser, dich zurückzuziehen.Mr. Brown, Sie werden meine Tock'ter entschuldigen; es findUmstände, welche in der Erinnerung ihr Gemüth schmerzlichberühren."
Miß Mannering erhob sich und ging. Als sie jedoch an Ber-tram vorüber kam, konnte sie die Worte nicht unterdrücken: „Un-besonnener! ein zweites Mal!" aber sie sprach dies so leise, daßnur er es verstand. Miß Bertram begleitete ihre Freundin, sehrerstaunt, aber ohne einen zweiten Blick auf den Gegenstand ihresSchreckens zu wagen. Sie sah ein, daß ein Mißverständniß imSpiele war, und mochte dies nicht gern dadurch steigern, daß sieden Fremden als einen Meuchelmörder bezcichnete- Sie sah, daßder Oberst ihn kannte und als Gentleman empfing; sicherlich warer entweder gar nicht jene verdächtige Person, oder Hazlewoodhatte Recht, daß der Schuß nur zufällig geschehen sei.
Die zurückbleibcnde Gesellschaft würde keine üble Gruppe füreinen geschickten Maler abgegeben haben. Jeder war zu sehr in sei-nen eignen Empfindungen befangen, um die der andern beobachtenzu können. Bertram fand sich höchst unerwartet in dem Hause ei-nes Mannes, den er einerseits als persönlichen Feind zu hassen,andrerseits als den Vater Juliens zu achten geneigt war; inMannering kämpfte das lebhafte Gefühl für Höflichkeit und Gast-freundschaft und seine Freude, sich von der Schuld, ein Menschen-