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dell's Gunst eine furchtbare Rivalin habe, und zwar gleich amersten Abend, wo er mir seine Bewunderung erklärte."
„Verzeihen Sie, meine Schönste," antwortete der Advokat,„nur Ihre Strenge war es, die mich zu der Unschicklichkeitverleitete, in Ihrer Gegenwart ein gutes Abendessen einzu-nehmen; wie könnte ich Ihr Zürnen ertragen, ohne meineKraft anzufrischen? Aus demselben und keinem andern Grundebitt' ich um Erlaubniß, Wein mit Ihnen zu trinken."
„Dies ist wahrscheinlich gleichfalls Utrechter Sitte, Mr.Pleydell?"
„Um Vergebung, Fräulein," antwortete der Advokat;„selbst die Franzosen, die Vorbilder in Allem was artig heißt,nennen ihre Speisewirthe restsurateurs, was ohne Zweifeleine Anspielung auf den Trost enthält, den sie den verzwei-felnden Liebhabern gewähren, welche durch die Härte ihrerAngebeteten darniedergebeugt sind. Mein eigner Fall verlangtso viel Trost, daß ich Sie um den andern Flügel dort bittenmuß, Mr. Simson, obwohl ich sodann auch noch Miß Ber-tram um ein Pastetchen ersuchen werde; — Bitte, Sir, reißenSie den Flügel blos ab, stalt ihn loszuschneiden — Mr. Bar-nes wird Ihnen helfen, Mr. Simson, — Dank' Ihnen, Sir— und, Mr. Barnes, ein Glas Ale, bitte."
Während der alte Herr, mit Miß Mannering's lebhafterMunterkeit sehr zufrieden, zu ihrer und seiner eigenen Unter-haltung lustig fortsuhr, begann die Ungeduld des OberstMannering auf's Höchste zu steigen. Er lehnte es ab, sich anden Tisch zu setzen, unter dem Vorwand, daß er nie zu Abendesse; er schritt mit hastigen und ungeduldigen Schritten imZimmer hin und her, bald einen Blick durch's Fenster werfend,um auf den dunkeln Hof zu schauen, bald nach dem fernenGeräusch des nahenden Wagens lauschend. Endlich verließ