Augen; zuweilen erhellte eine rothe Gluth Land und See,und fiel grell auf die düstern und trotzigen Gestalten, die, mitroher Behendigkeit, mit der Ladung der Boote beschäftigt wa-ren. Das Feuer errang endlich den Sieg völlig, und walltein großen Flammen aus jedem Fenster des brennenden Gebäu-des, während gewaltige Brände, aus entzündeten Maaren be-stehend, vom Winde nach dem benachbarten Gefängniß getrie-ben wurden, und eine dunkle Rauchdecke über der ganzen Um-gebung hing. Das Geschrei eines wüthenden Pöbels wider--allte fern und nah; denn zu den siegreichen Schmugglernhatte sich all' das Gefindel aus der kleinen Stadt und derNachbarschaft gesellt, und war, trotz der späten Stunde, invölliger Bewegung; einige aus Interesse am Schleichhandel,die meisten aber nur aus der Liebe zu Verwirrung und Tu-mult, die jeder gemeinen Bevölkerung natürlich ist.
Bertram begann jetzt für sein und des Begleiters Geschickernstlich besorgt zu werden. Es war kein Lärm mehr im Hause;der Kerkermeister schien von seinem Posten geflohen zu sein,während er das Gefängniß mit seinen unglücklichen Bewoh-nern der Gnade des Brandes überlassen hatte, welcher sichgegen das Gebäude wälzte. Unterdessen hörte man einen neuenund heftigen Angriff auf das äußere Thor des Zuchthauses,welches, mit großen Hämmern und ähnlichen Instrumenten be-arbeitet, bald überwältigt wurde. Der Gefangenwärter, dereben so feig als prahlerisch war, hatte mit seinem noch bös-artigern Weibe die Flucht ergriffen; die Dienstlcute hatten be-reitwillig die Schlüssel hergegeben. Die befreiten Gefangenen,ihre Befreiung mit dem wildesten Freudengeschrei feiernd, misch-ten sich unter den Pöbel, der ihnen die Freiheit gegeben hatte.
Während nun Alles in Verwirrung war, eilten einige dervorzüglichsten Schmuggler, mit Fackeln versehn und mit Säbeln