Ivo
Wasp — Wasp, still, Thierchen — still, mein gutes Vieh, undlaß uns hören, was sie machen. — Der Teufel sitzt in dir,wirst du still sein?"
Sie durchsuchten vergebens die Kohlen nach einem Funken,um ihr Licht anzuzünden, während der Lärm immer forttobte.Dinmont nahm nun seine Zuflucht zum Fenster — „Gott steh'uns bei, Capitain! kommt hicher- — Henker! sie haben dasZollhaus erbrochen."
Bertram eilte zum Fenster und sah deutlich eine bunteSchaar von Schmugglern und mancherlei ähnlichem Gesindel;einige trugen brennende Fackeln, andere schafften Ballen uudFässer das Gäßchcn hinab nach dem Boote, welches am Strandelag und jetzt noch von einigen Fischerbooten umringt war. Je-des derselben wurde beladen, und einige befanden sich bereitsauf der See draußen. „Dies erklärt sich von selbst," sagteBertram; „aber ich fürchte, daß noch etwas Schlimmeres vor-gegangen ist. Bemerkt Ihr nicht einen starken rauchigen Ge-ruch, oder täuscht mich meine Einbildung nur?"
„Einbildung?" antwortete Dinmont, „das riecht ja wieein Schmelzofen. Zum Henker, wenn sie das Zollhaus verbren-nen, so wird es hier auch fangen und wir werden wie eineThecrtonne sammt und sonders verbrennen. — 's wäre docherbärmlich, wenn Einer mir nichts, dir nichts, bei lebendigemLeibe verbrennen sollte, gleich als wär' man ein Hexenmeistergewesen! — Mac-Guffog, hört Ihr!" — Dabei crbob er seineStimme so viel als möglich; „wenn Ihr einen heilen Knochenin Eurer Haut behalten wollt, so schließt auf, Mensch! schließt auf!"
Das Feuer begann sich jetzt zu erheben und dicke Rauch-wolken wogten am Fenster vorüber, an welchem Bertram undDinmont standen. Zuweilen, je nachdem sich der Wind wandte,verbarg der dunkle Rauchschleier jeden Gegenstand vor ihren