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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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verfallenen Thurme, oder vielmehr bei der Spur eines ver-fallenen Thurmcs vorbeiführte, welchen die Landleute Kaimvon Derncleugh nannten.

Der Leser wird sich der früher gegebenen Schilderung die-ser Ruine erinnern, als des Gewölbes, wo der junge Bertramunter den Auspicien der Meg Merrilies, Zeuge des Todesvon Hattcraicks Leutnant war. Die Landessage fugte demnatürlichen Grauen, welches die Lage dieses OrtS ohnehin er-weckte, noch gespenstische Schrecknisse bei, welche von den Zi-geunern, die so lange in der Nähe wohnten, wahrscheinlich er-funden waren, oder zum wenigsten zu ihrem eigenen Vortheilbenutzt wurden. Es ward erzählt, daß zu der Zeit der schot-tischen Unabhängigkeit ein gewisser Hanlon Mac-Dingawaie,Bruder des regierenden Häuptlings, Knarth Mac-Dingawaie,seinen Bruder und Fürsten ermordet habe, um die Herrscher-würde seines unmündigen Neffen zu usurpircn; daß er aber,verfolgt von den treuen Verbündeten und Anhängern desHauses, welche sich der Sache ihres rechtmäßigen Erben an-nahmen, genöthigt worden sei, sich mit wenigen Genossen,die er in sein Verbrechen verwickelt hatte, in den unbezwing-lichen Kaim von Derncleugh zurückzuziehen, wo er sich ver-theidigte, bis fast alle vom Hunger aufgerieben waren; siehatten alsdann Feuer angelegt, so daß er und der kleine Restder Besatzung durch ihre eignen Schwerter fielen, um nurnicht in die Hände ihrer erbitterten Feinde zu gerathen. DieseTrauersage, die hinsichtlich der rohen Zeiten, in welche sie fiel,wohl einen wahren Grund haben konnte, war noch mit vielenabergläubischen und diabolischen Märchen bereichert, so daß diemeisten Bauern der Umgegend, wenn sie von der Nacht über-fallen wurden, gewiß lieber noch einen weiten Umweg mach-ten, ehe sie an diesen unheimlichen Mauern vorübergingen.