hört hatte, schüttelte er seinen großen schwarzen Kopf — „Ja, esgibt Böse und Gute unter den Zigeunern, uud wenn sie mit demTeufel Verkehr haben, so ist das ihre Sache, nicht die unsre. — Ichweiß recht gut, was es mit dem Leichname für eine Bewandtnißhatte. Wenn einer von diesen Schmugglerteufeln im Gefechte ge-blieben ist, so schicken sie nach einem Weibe wie Meg, und wäre sienoch so fern, um den Leichnam zu schmücken; und das ist Alles,was sie von Begräbnißgebräuchen wissen. Denn hernach senkensie die Leiche in die Erde, wie einen Hund. Aber darauf sehen sie,daß sie gerade gestreckt werden, und daß ein altes Weib, wenn siesterben, dabei ist, um Gebete zu sagen, oder Lieder und Zaubcr-sprüche, wie sie's nennen; darauf halten sie, aber sie denken nichtdaran, einen Priester kommen zu lassen und mit dem zu beten. Sohalten sie es, von Alters her; und ich glaube, der tvdte Mann wirdwohl einer von den Leuten gewesen sein, die erschossen wurden,als sie Woodbourne verbrannten."
„Aber, mein guter Freund, Woodbourne ist nicht niedcrge-brannt," sagte Bertram.
„Nun, desto besser für die, die darin wohnen," antwortete derPächter. „Aber man hat es bei uns erzählt, daß dort kein Steinauf dem andern geblieben sei. Erfochten hat man dort ganz ge-wiß ; es mochte wohl gut drunter und drüber gegangen sein. Ihrkönnt cs glauben, wie ich schon sagte, daß einer von den Leutendort getödtet worden ist, und daß es auch die Zigeuner waren,die Euer Felleisen nahmen, als sie den Wagen im Schnee steckendfanden — dergleichen lassen sie sich nicht entgehen, und sic schaf-fen es gern bei Seite, eh' einer die Hand umdreht."
„Aber wenn das Weib als Fürstin unter ihnen gilt, warumgab sie mir dann nicht offenen Schutz und erstattete mir mein Ei-genthum zurück?"
»Ja, wer weiß das? Sie hat viel unter ihnen zu sagen, aber