Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen
 

6

ohne irgend eine Antwort, und sein Geldvorrat-, obwohl mitäußerster Sparsamkeit verwaltet, begann sehr schwach zu wer-den, als er durch die Hände eines jungen Fischers folgendenBrief empfing:

Du hast mit der grausamsten Unvorsichtigkeit gehandelt;du hast bewiesen, wie wenig ich deinen Versicherungen trauenkann, daß mein Friede und mein Glück dir theuer wären; unddeine Voreiligkeit hat beinahe den Tod eines jungen höchstehrenwerthen Mannes veranlaßt- Muß ich noch mehr sagen? muß ich hinzufügen, daß ich selbst in Folge deiner Heftigkeitund deren Wirkungen krank geworden bin? Und, ach! Hab' icherst noch nöthig zu sagen, daß ich ängstlich besorgt an die Fol-gen dachte, die jener Vorfall leicht für dich haben konnte, ob-wohl du mir wenig Ursache zu solcher Theilnahme gegeben hast?Der O. ist auf mehrere Tage verreist; Mr- H. ist fast ganz-»gestellt; und ich habe Grund, zu glauben, daß der Tadelauf Jemand anders gefallen ist, als Jener, der ihn verdient.Denke aber nicht daran, hicher zu kommen. Unser Geschick hatEreignisse von einem Charakter zwischen uns geworfen, welcherzu heftig und schrecklich ist, als daß ich an die Erneuerungeines Einverständnisses denken könnte, welches uns so oft miteiner furchtbaren Katastrophe bedrohte- Lebewohl, und glaube,daß Niemand dein Glück aufrichtiger wünschen kann, als

I. M."

Dieser Brief enthielt jene Gattung von Rathschlägen, dieoft nur in der Absicht ertyeilt wird, um zu dem ganz entge-gengesetzten Schritte, statt des anempfohlenen, zu veranlassen.Zum wenigsten glaubte dies Brown, der alsbald den jungenFischer fragte, ob er von Portauferrp käme.

Ja," sagte der Bursche; »ich bin der Sohn des alten Wil-