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7 (1851) Guy Mannering
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Freunde, die der Oberst mit zur Tafel geladen hatte, köstlichzu unterhalten wußte. Die ernste und laconische Einfalt derAntworten, die Simson auf des Rechtsgelehrten verfänglicheFragen ertheilte, setzten die Gutmütigkeit des Mannes inein noch helleres Licht, als in welchem sie Mannering bishererschienen war. Bei dieser Gelegenheit kramte er eine unge-heure Masse von vielseitiger und abstruser, wiewohl im All-gemeinen nutzloser Gelehrsamkeit aus. Der Rechtsgelehrteverglich nachher feinen Geist mit der Vorrathskammer einesTrödlers, wo Güter aller Art aufgehäuft sind, aber so wirrdurch einander gelegt und in so gänzlich ordnungslosem Zu-stande, daß der Eigenthümer nie einen Gegenstand in demAugenblicke finden kann, wo er ihn braucht.

Der Advocat setzte die Thätigkeit des gelehrten Simsonaber auch in demselben Grade in Bewegung, als er Unter-haltung für sich daraus schöpfte. Sobald der Mann desRechtes erst in seine beste Stimmung kam, und sein natür-licher, schlauer und trockener Witz lebhafter und treffenderwurde, so blickte der Dominie mit einem ähnlichen Staunenauf ihn, mit dem etwa ein zahmer Bär seinen künftigen Ge-nossen, den Affen, bei ihrer beiderseitigen ersten Begegnungbetrachten mag. Plepdell fand seine Freude daran, bet derUnterhaltung Sätze aufzustellen, die Simson unmöglich unbe-stritten lassen konnte; dann sah er mit innigem Vergnügenzu, wie der ehrliche Mann mit gewaltiger Anstrengung seineGedanken zu einer Antwort ordnete, und seine ungelenkenKräfte aufbot, um das schwere Geschütz seiner Gelehrsamkeitgegen irgend eine ketzerische Behauptung aufzupflanzen; aberfleh! ehe die Ladung abgefeucrt werden konnte, hatte ge-wöhnlich der gewandte Feind seine Stellung schon verlassen,und machte eine drohende Bewegung gegen die Seiten over