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Laune auslaffen konnte. Die Lieblingsmagd der Verstorbenenhatte sie, nur der Form wegen, in das Zimmer gezogen, wo siesich sogleich in einen Winkel drückte, und mit Erstaunen undEntsetzen zusah, wie fremde zudringliche Hände jene Behältnissedurchwühlten, auf welche sie seit ihrer Kindheit nur mit scheuerEhrfurcht geblickt hatte. Alle schauten mit ungünstigem Augeauf das arme Mädchen, den ehrlichen Dinmont ausgenommen;die übrigen aber glaubten in ihr eine gefährliche Mitbewerbe-rin zu erblicken, deren Ansprüche die Erbschaft wenigstens ver-mindern könnten- Aber gleichwohl war sie die einzige Personunter allen Anwesenden, welche wirklich um die VerstorbeneKummer zu empfinden schien. Mrs. Bertram war ihre Be-schützerin gewesen, wenn auch aus selbstsüchtigen Beweggrün-den, und all' die launische Tyrannei der alten Lady war indem Augenblicke vergessen, wo die Thränen über die Wangenihrer freundlosen Untergebenen flössen.
„Da gibt es Wasser genug, Drumquag" (früherer Namedes Mac-Easquil), sagte der Tabacksfabrikant zu seinem ver-armten Nachbar, „genug, um die Leute darin zu baden."Mr. Mac-Casquil antwortete nur durch ein Kopfnicken, dennin Gegenwart des Mr. Pleydell und Oberst Mannering fühlteer seinen höhern Rang-
„Sehr närrisch wär's, wenn kein letzter Wille da sein sollte,Freund," sagte Dinmont, welcher ungeduldig zu werden be-gann, zu dem Geschäftsführer.
„Einen Augenblick Geduld, wenn es Euch gefällig ist — Siewar eine gute und umsichtige Frau, Mrs. Margarete Bertram —eine gute umsichtige und verständige Frau, die wohl wußte, wieman Freunde und Vertraute zu wählen hat — sie wird ihren letztenWillen und Testament, oder vielmehr ihre mortis euuss Verfü-gung in die Hände eines sichern Freundes niedergclegt haben."