180
den Lippen flüsternd, welche so wenig als möglich geöffnetwurden, — „unsre theure Freundin hat ein sehr verständigesLeben geführt."
„Gewißlich," antwortete die angeredete Person mit halb-geschloffenen Augen; „die gute Mrs- Margarete lebte sehreingezogcn."
„Was Neues heut, Oberst Mannering?" sagte einer derHerren, mit denen er am Tag zuvor gespeist hatte, aber ineinem so ernsten und würdevollen Tone, als hält' er denTod seiner ganzen Familie ankündigcn wollen.
„Nichts besonders, glaub' ich, Sir," sagte Mannering,und zwar ganz in dem Tone, der, wie er bemerkte, für dasHaus der Trauer geeignet war.
„Ich höre," fuhr der erste Sprecher mit Nachdruck, undmit der Miene eines ganz wohl Unterrichteten, fort — „ichhöre, es ist ein Testament vorhanden?"
„Und was wird die kleine Jenny Gibson bekommen?"
„Ein Hundert und die alte Repetiruhr."
„Das ist aber auch blutwenig, armes Kind; sie hat es dochsehr lange mit der alten Dame ausgehalten. 's ist aber auchein schlimmes Ding, auf andrer Leute Tod warten."
„Ich fürchte," sagte der Politiker, der dicht neben Manne-ring stand, „wir sind mit unserm alten Freunde Tipp undSaib noch nicht fertig — gewiß wird er der Compagnie nochViel zu schaffen machen; und man sagt mir, aber sie werdendas wohl schon wissen, daß die ostindischen Papiere gar nichtsteigen wollen."
„Hoffentlich thun sie cs bald, Sir "
„Mrs. Margarete," sagte eine andere Person, sich in dieUnterhaltung mischend, „hat einige indische Papiere, ich weißdas, denn ich hotte die Interessen für sie- Es würde nun für