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begängniß einzuladen, noch allgemein beibehalten. Bei man-chen Gelegenheiten hat dies eine sonderbare und auffallendeWirkung; aber es artet in bloß leere Form und in ein Poffen-spiel aus, in Fällen, wo der Verstorbene das Unglück hatte,ungeliebt zu leben und unbeklagt zu sterben. Die Begräb-nißgebräuche der englischen Kirche, die so schön und ausdrucks-voll sind, würden in solchen Fällen die Aufmerksamkeit fesseln,die Gedanken und Gefühle der Anwesenden sammeln und siezur Andacht stimmen; in Schottland aber kann, wenn nichtwahres Gefühl die Leidtragenden erfüllt, nichts den Mangelersetzen und den Geist erheben, so daß die Gesellschaft nur zusichtbar mit heuchlerischer Anstrengung den Zwang der Sitteerträgt. Margarete Bertram gehörte unglücklicher Weise zudenjenigen, die, ungeachtet mancher guten Eigenschaften, den-noch freundlos bleiben; sie hatte keine nahen Verwandten,die aus natürlicher Neigung um sie hätten trauern mögen,und so bemerkte man bei ihrem Leichenbegängnis; nur den äu-ßern Anstrich von Trauer.
Mannering stand also mitten unter dieser trauernden Ge-sellschaft von Vettern, im dritten, vierten, fünften und sechs-ten Grade, und suchte in seinem Gesichte die würdevolleFeierlichkeit darzulegen, welche seine ganze Umgebung blickenließ; und er mühte sich, so viel Theilnahme für Mrs. Mar-garete an den Tag zu legen, wie wenn die verstorbene Damevon Singlefilde seine eigene Schwester oder Mutter gewesenwäre. Nach einer tiefen und ernstfeierlichen Stille, begann dieGesellschaft leise zu schwatzen, aber nur ganz heimlich flüsternd,als hätte man sich im Zimmer eines Sterbenden befunden.
„Unsre theure Freundin," sagte ein ernster Gentleman,kaum den Mund öffnend, weil er fürchtete, die nothwendigeFeierlichkeit seiner Züge zu zerstören, und ganz leise zwischen
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