„Wo ist Gerunto nun? Wo« ward aus ihm zuletzt?
Weil er nicht schwimmen könnt', ist er ertrunken jetzt." s. w.
Von der Art, o Themis, waren ehemals die Scherze dei-ner schottischen Söhne! Dinmont war zuerst in's Zimmer ge-treten. Einen Augenblick stand er von Staunen ergriffen, —und dann rief er: „Er ist'ö, das ist gewiß — aber dergleichenHab' ich doch noch in meinem Leben nie gesehn!"
Bei dem Rufe: „Mr. Dinmont und Oberst Mannering wol-len mit Ihnen sprechen, Sir," wandte Pleydell sein Hauptund erröthete ein wenig, als er die edle Gestalt des Fremdenaus England sah. Er war indeß der Meinung Falstaffs: „Aus,ihr Schurken, spielt das Spiel aus!" und hielt es weislich für'sBeste, völlig unbefangen zu scheinen. „Wo find unsre Leib-wachen?" rief dieser zweite Justinian; seht ihr nicht einenfremden Ritter, aus fernen Landen kommend, an unserm HofeHolyrood anlangen, — mit unserm kühnen Knappen AndreasDinmont, welcher die Aufsicht unserer königlichen Heerden imWalde von Jedwood übernommen hat, wo, Dank unsererköniglichen Fürsorge in Verwaltung der Gerechtigkeit, sie völligsicher weiden? Wo sind unsere Herolde, wo unser Lyon, unserMarchmount, unser Carrick und unser Snowdown? Laßt dieFremden an unserer Tafel Platz nehmen und bewirthet sie, wiees sich für ihren Rang ziemt, und für diesen unfern hohen Fest-tag — morgen wollen wir ihre Botschaften anhören."
»Mit Eurer Erlaubniß, mein Fürst, morgen ist Sonntag,"sagte einer aus der Gesellschaft.
„Sonntag ist morgen? so wollen wir der Kirche kein Aer-gcrniß geben. — Zum Montag sollen sie Audienz haben "
Mannering, der anfangs unschlüssig gewesen war, ob ervortreten oder sich zurückziehcn solle, entschloß sich jetzt für denAugenblick auf die Posse einzugehen, obwohl er innerlich auf