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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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zu einer offenen Thür. Während er laut nach dem Aufwärterpfiff, als wenn dieser einer seiner Hunde gewesen wäre, sahfich Mannering um und konnte kaum begreifen, wie ein Gentle-man von anständigem Beruf und guter Gesellschaft einensolchen Schauplatz für seine gesellige Unterhaltung zu wählenvermöchte. Abgesehen von dem miserabel» Eingang, schien dasHaus selbst morsch und halb verfallen. Die Stelle, auf welchersie standen, hatte ein Fenster, welches bei Tage ein schwachesLicht einließ, und zu allen Zeiten, vorzüglich aber des Abends,ein abscheuliches Gemisch von allerlei Gerüchen. Gegenüberdiesem Fenster befand sich zur andern Seite des Ganges eingleiches, welches nach der Küche führte, die keine direkte Ver-bindung mit der freien Luft hatte, aber bei Tage ein so un-gewisses, mattes Aftcrlicht empfing, wie es durch das gegen-überliegende, nach dem Gäßchen sehende Fenster möglich war.Jetzt war das Innere der Küche bei dem gewaltigen Feuerdarinnen sichtbar eine Art von Pan-Dämonium, wo halbunbekleidete Männer und Weiber beschäftigt waren mit Backen,Kochen, Austcrnrösten oder mit der Bereitung von Hammel-coteletten; die Herrin des Ortes, mit niedergetretenen Schuhenund verworrenem Haar, welches gleich dem der Megäre untereiner kleinen Haube hervorguoll, arbeitete und schalt, gab undempfing Befehle, und indem Alles sogleich gehorchte, erschiensie als daö regierende Zauberweib in dieser Lüstern und feuri-gen Höllenregion.

Lautes und wiederholtes Gelächter, aus verschiedenen Thei-len des Hauses schallend, bewies, daß ihre Bemühungen angenehmwaren und von einem dankbaren Publikum anerkannt wurden.

Mit einiger Schwierigkeit trieb man einen Kellner auf, derdem Oberst Mannering und Dinmont das Zimmer zeigen sollte,wo ihr Freund, der Rechtsgelehrte, sein wöchentliches Fest hielt.

Guy Mannerlug. II. II