Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
160
Einzelbild herunterladen
 

16 »

»Ich weiß nicht, Sir," sagte das Mädchen,er laßt sichSonnabends nicht gern mit Geschäften stören aber gegenFremde ist er gern gefällig."

So will ich auch nach der Schenke gehn" sagte unserFreund Dinmont,denn ich bin auch ein Fremder undmein Geschäft ist auch wichtig."

Nun," sagte das Mädchen,wenn er den Gentlemanspricht, wird er auch den schlichten Mann da sprechen abersagt um's Himmels willen nicht, daß ich Euch geschickt habe-"

Gut, ich bin ein schlichter Mann, das ist wahr, aber ichbin nicht gekommen, um Einen seine Muhe umsonst an mich wen-den zu lassen," sagte der Pächter mit gerechtem Stolze und stol-perte die Treppen hinab, gefolgt von Mannering und dessen Füh-rer. Mannering mußte nothwendig die entschiedene Weise bewun-dern, auf welche der Fremde, der voranschritt, die Menge theilte,indem er, nur durch die Wucht und die Gewalt seiner Bewegung,trunkene wie nüchterne Personen zur Seite schob und so Bahnbrach.Er istganz gewiß von Teviotdale," sagte der Führer,manerkennt es daran, daß er immer die Mitte der Straße hält erwird nicht weit gehn, ohne mit Jemand Händel zu bekommen."

Diese Weissagung ging jedoch nicht in Erfüllung. Die,welche die ungeheure Wucht Dinmont's merkten, indem sie seineGröße und Stärke betrachteten, hielten ihn offenbar für einzu gewichtiges Metall, um ihn leicht überwältigen zu können,und ließen ihn daher seinen Weg ungehemmt verfolgen. Inseine Fußtapfcn tretend folgte ihm Mannering, bis der Päch-ter anhielt und, sich nach dem Führer umsehend, sagte:ichdenke, hier wird es wohl sein, Freund?"

Ja," erwiederte Donald,hier ist es."

Dinmont stieg getrost hinab, wandte sich rann nach einemdunkeln Gange, darauf nach einer dunkeln Treppe, und endlich