eines Mannes, welcher mit sehr gebieterischem Tone rief:„Willst du wohl, Mustard? willst du! nieder, Bursch, nieder!"
„Gott steh' uns bei!" sagte die weibliche Stimme, „wenner unsre Katze erwürgt hätte, Mr. Plepdell hatte mir's nim-mer vergeben!"
„Ei, was liegt an der Katze, er thut ihr nichts — Er istalso nicht zu Hause, sagt Ihr?"
„Nein, Mr. Pleyoell ist Sonnabends nie zu treffen," ant-wortete die weibliche Stimme.
„Und morgen ist Sonntag," sagte der Frager; „ich weißda nicht, was zu thun ist."
Mittlerweile erschien Mannering, und erblickte einen hoch-gewachsenen, kräftigen Landmann, gehüllt in ein Pfeffer- undsalzfarbiges Gewand, mit ungeheuren Metallknöpfen, glänzen-dem Hut und glänzenden Stieseln und einer großen Reit-peitsche unter dem Arm, im Gespräch mit einem Mädchen inPantoffeln, welches die eine Hand am Thürschloß hatte undin der andern eine Gelte mit weißer Tünche, in Wasser auf-gelöst, hielt — ein Umstand, welcher in Edinburg den Samstag-abend andeutet.
„Also ist Mr. Plepdell nicht da, mein gutes Kind?" sagteMannering.
„Ja, Sir, da ist er, aber er ist nicht im Hause: Sonn-abends ist er immer außen."
„Aber mein gutes Kind, ich bin ein Fremder und meinGeschäft eilt — W>llst du mir sagen, wo ich ihn finden kann?"
„Der Herr," sagte der Führer, „wird jetzt wahrscheinlichbei Clerihugh's sein — Sie könnte Euch das selber gesagthaben, aber sie dachte, Ihr wolltet ihn zu Hause sprechen."
„Nun gut, zeigt mir diese Schenke — ich hoffe, ich werdeihn sprechen können, denn mein Geschäft ist von Wichtigkeit."