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fahren raubt, und mein Vater runzelt die Stirn, sein Augesprüht Feuer, er beißt die Lippen zusammen und sagt irgendetwas, was für mein Gefühl hart und unerträglich ist.
„Jndeß wollte ich nicht von diesem Geschöpf mit dir spre-chen; ich wollte nur erwähnen, daß er, der in den neuern wiein den alten Sprachen vollkommen bewandert ist, Lucie Ber-tram in den erstern gehörig unterrichtet hat; sie hat es, wieich glaube, übrigens nur ihrem eignen gesunden Verständeund ihrer Beharrlichkeit zu danken, daß sie sich das Griechi-sche, Lateinische (und das Hebräische obendrein) nicht auch zueigen gemacht hat. Somit besitzt sie wirklich einen reichenSchatz von Kenntnissen, und ich kann dir sagen, daß ich täg-lich darüber erstaune, wie gut sie sich durch Erinnerung undBetrachtung des früher Gelesenen zu unterhalten weiß. Wirlesen jeden Morgen gemeinsam, und ich beginne weit mehrGefallen am Italienischen zu finden, als da mich das phan-tastische Geschöpf Cicipiei ermüdete; — Cicipici muß nämlichsein Name buchstabirt werden, und nicht Chichipichi — du siehst,daß ich an Gelehrsamkeit zunehmc.
„Ader vielleicht liebe ich Miß Bertram mehr um der Ta-lente willen, die ihr fehlen, als der Kenntnisse wegen, die siebesitzt. Sie versteht gar nichts von Musik, und vom Tanzenichts weiter, als was hier bei den gemeinsten Bauern ge-wöhnlich ist, die, beiläufig gesagt, dem Tanze mit vielem Eiferund Feuer huldigen- In diesen Dingen trete ich nun als Leh-rerin auf und sie nimmt meinen Unterricht auf dem Klaviersehr dankbar an; ich habe sie sogar einige von La Pique'SPas gelehrt, und du weißt ja, daß er mich für eine vielver-sprechende Schülerin hielt- ,
„Abends liest der Vater oft vor, und gewiß, ich habe nochvon Niemand poetische Stücke besser lesen hören — er macht es kei-