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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
79
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sehen kann; mein Vater hat dies Wesen als eine Art vonBibliothekar angestellt und protegirt diesen Mann, wie mirscheint, um der Meinung der Welt Trotz zu bieten. OberstManncring scheint es sich zum Grundsätze gemacht zu haben,nicht zu dulden, daß man etwas für lächerlich halte, so langes auf irgend eine Weise mit ihm in Verbindung steht. Icherinnere mich, daß er einst in Indien irgendwo einen kleinenhäßlichen Hund aufgelcscn hatte, ein Thier mit krummen Bei-nen, langem Rücken und großen Hängohren. Es beliebte ihm,diese garstige Creatur zu seinem Liebling zu machen, allem gu-ten Geschmack zum Trotz; auch entsinne ich mich eines Falles,wo er Brown den Vorwurf der Unhöflichkeit machte, weil die-ser die krummen Beine und hängenden Ohren Bingo's starkgetadelt hatte. Auf mein Wort, Matilde, ich glaube, seinehohe Meinung von diesem steifsten aller Pedanten beruht aufeinem ähnlichen Grundsätze. Er läßt dies Geschöpf mit am Tischesitzen, wo es ein Tischgebet hören läßt, welches ganz wie dasGeschrei jenes Mannes auf dem Markte klingt, der Makrelenauszurufen pflegte; seine Speise schafft der Mensch haufenweisedie Kehle hinab, wie etwa ein Tagelöhner seinen Sandkarrenvollschauselt, und dabei scheint er nicht das mindeste Bewußt-sein von dem zu haben, was er hinunterschlingt, sodann läßter wieder eine Anzahl unnatürlicher Töne hören, welche alsDankgebet gelten, stürzt aus dem Zimmer und vergräbt sichunter einen Haufen wurmstichiger Folianten, die eben so unge-schlacht sind, als er selbst! Ich würde dies Geschöpf noch soziemlich ertragen können, hält' ich nur Jemand, der mit mirdarüber lachte; sobald ich aber üur den leisesten Scherz überdiesen Abel Simson (das ist des schrecklichen Mannes schreck-licher Name,) aussprechen will, macht Lucie Bertram alsbaldein so weinerliches Gesicht, daß es mir allen Muth zum Fort-