Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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Neuntes Kapitel.

Freundschaft der Schulzeit, KindeSalteri Unschuld!Wie zwei kunstreiche Götter, Hermia, schufenWir eine Blume da mit unser» Nadeln,

Aus einem Sitz, nach einem Muster stickend.Und dazu sangen beide wir ein Lied,

AIS wären unsre Hände, Stimmen, HerzenGanz innig eins. S om »,erna ch lS lra um.

Julia Mannering an Matilde Marchmont,Wie vermagst du mir, theuerste Matilde, Nachlässigkeitin der Freundschaft oder Schwanken in meiner Zuneigung vor-zuwerfen? ist es mir möglich, zu vergessen, daß du die Er-wählte meines Herzens bist, in deren treuen Busen ich jedesGefühl niederlegte, welches deine arme Julie sich nur selbst zubekennen wagte? Gleiches Unrecht thust du mir durch den Vor-wurf, daß ich deine Freundschaft für die der Lucie Bertramaufgegeben hätte- Ich versichere dir, sie besitzt nicht die Ei-genschaften, die ich vom Herzen einer Freundin verlange. Sieist allerdings ein liebenswürdiges Mädchen und gefällt mirsehr; auch muß ich gestehn, daß unsere Vormittags- und Abend-beschäftigungen mir weniger Zeit für den Gebrauch meinerFeder ließen, als die beabsichtigte Regelmäßigkeit unserer Cor-refpondenz verlangt. Elegante Bildung und Fertigkeit hat sienicht; doch versteht sie das Französische und Italienische, wel-ches sie von dem seltsamsten Ungeheuer erlernte, das man nur