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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
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halbe Minute in Schweigen, als ob sie von Trauer über den Ver-lust ihres Kameraden ergriffen wären. War letzteres wirklich derFall, so überließen sie sich doch diesem Gefühle nicht lange, dennalle Hände waren alsbald damit beschäftigt, daS Grab zu füllen;Brown, welcher einsah, das dies Werk bald beendet sein würde,hielt für's Beste, dem Winke der Zigeunerin zu folgen und so schnellals möglich zu laufen, bis er jene schützende Anpflanzung erreichte.

Sobald er unter den Bäumen angelangt war, dachte er vorallem an dieBörse der Zigeunerin. Er hatte sie ohne Bedenkenan-genommen, wiewohl mit einem Gefühle von Selbsterniedrigung,welches durch den Charakter der Person erweckt wurde, die ihm dieGefälligkeit erwies. Gleichwohl rettete ihn dieselbe von einerernsten, obwohl nur momentanen Verlegenheit. Sein Geld, mitAusnahme weniger Schillinge, befand sich in seinem Mantelsack,und dieser war im Besitz der Freunde Meg's. Es erforderte einigeZeit, wenneran seincnGeschäftsträgerschreiben, oder wenn er sichan seinen guten Wirth zu Charlieshope wenden wollte, der ihn je-denfalls gern unterstützt haben würde. Bis dahin war er nun ent-schlossen, sich der Gabe Meg's zu bedienen, indem er hoffte, eswerde sich bald die Gelegenheit bieten, wo er es ihr mit Erkennt-lichkeit zurückerstatten könnte.Es kann nur eine kleine Summesein," sagte er zu sich selbst,und ich denke wohl, ein Theil mei-ner Banknoten wird die gute Dame hinlänglich entschädigen."

Mit solchen Gedanken öffnete er den Lederbcutcl, worin er höch-stens drei oder vier Guineen zu finden erwartete. Aber wie staunteer bei der Entdeckung, daß er, außer einer beträchtlichen Mengevon Goldstücken verschiedenen Gepräges, deren Werth sich wohlauf hundert Pfund belaufen mochte, auch noch verschiedenekostbare Ringe und Juwelen enthielt, deren Werth sich, soweit er ihn in der Eile zu schätzen vermochte, sehr hoch belief.

Brown war zugleich erstaunt und verlegen durch die Um-