Gemurmel mehrerer Stimmen vernahm. Sie deutete jetzt aufeine dichte Baumpflanzung in einiger Entfernung.—„Die Straßenach Kippletringan," sagte sie, „befindet sich an der andern Seitejenes Geheges — Sputet Euch so viel als möglich; es liegtmehr an Eurem Leben, als an dem andrer Leute. — Aber Ihrhabt Alles verloren — Wartet." — Sie krabbelte in einerungeheuren Tasche herum, und brachte endlich einen großenGeldbeutel hervor — „Viele Wohlthat hat Euer Haus derMeg und den Ihrigen erwiesen — und sie hat lange gelebt,um doch nun nur in geringem Grade Vergeltung bieten zukönnen;" — damit legte sie ihm den Geldbeutel in die Hand.
Das Weib ist wahnsinnig, dachte Brown; aber eS war keineZeit übrig, darüber zu streiten, denn die Stimmen, die man ausderThalschlucht vernommen hatte, rührten wahrscheinlich von denRäubern her. „Wie soll ich dies Geld zurückzahlen," sagte er,„oder wie die Freundlichkeit vergelten, die du mir erwiesen hast?"
„Zweierlei Hab' ich zu bitten," sagte die Sybille, leise undhastig sprechend; erstens, daß ihr nie von dem sprechen wollt,was Ihr in letzter Nackt gesehen habt; und zweitens, daß Ihrdiese Gegend nicht verlassen wollt, ohne mich wiedergesehn zuhaben, daß Ihr auck im Wirthshause Nachricht für mich laßt,wo man Euch finden kann; ferner, daß Ihr, sobald ich Euchrufen werde, sei es in Kirche oder Markt, bei Hochzeit oderBegräbniß, Sonntags oder Sonnabends, zur Mahlzeit oderam Fasttag, daß Ihr dann Alles verlaßt und mit mir kommt."
„Nun, das wird Euch aber wenig nützen, Mutter."
„Aber Euch wird es gut sein, und das will ich eben haben —ich bin nickt toll, obwohl ich genug erlebte, um es werden zukönnen — ich bin nicht toll, nicht schwachköpfig oder trunken —ich weiß, was ich verlange, und ich weiß, daß es der WilleGottes war, Euch in seltsamen Gefahren zu schützen, und daß