holte eine Spitzhacke hinter dem Stroh hervor, worauf derTodre lag. Mit diesen Werkzeugen verließen ihrer zwei dieHütte, und die übrigen drei, unter denen sich die Seeleute, zweisehr starke Männer, befanden, blieben noch als Besatzung zurück.
Nach Verlauf einer halben Stunde kam einer von den Fort-gegangenen zurück und flüsterte mit den Andern. Sie wickeltenden Leichnam in den Schiffermantel, welcher als Leichentuch ge-dient hatte, und trugen den Tobten so hinaus. Gleich nachhererwachte die alte Sybille aus ihrem wirklichen oder erkünsteltenSchlummer. Zuerst ging sie nach der Thür, als wolle sie den völ-ligen Abschied ihrer Hausgenossen beobachten; sodann kehrte siezurück und befahl Brown in leisem und halbunterdrücktem Tone,ihr sogleich zu folgen. Er gehorchte; als er jedoch die Hütteverließ, -ätt' er sich gern wieder in den Besitz seines Geldesoder seiner Papiere gesetzt, aber dies verhinderte sie auf sehrgebieterische Weise. Es fiel ihm alsbald bei, daß der Verdacht,dasjenige, was er wieder zu besitzen wünschte, entfernt zu ha-ben, auf dies Weib fallen würde, welchem er doch aller Wahr-scheinlichkeit nach sein Leben verdankte. Er ließ daher sogleichvon seinem Versuche ab, und begnügte sich damit, eine Waffezu ergreifen, welche einer der Räuber zur Seite unter dasStroh geworfen hatte. Auf seinen Füßen stehend und im Besitzdieser Waffe, dünkte er sich bereits halb befreit von den Ge-fahren, die ihn umringten. Jndeß fühlte er sich noch immersteif und unbeholfen, sowohl von der Kälte, als von der un-bequemen und unveränderten Lage, worin er die ganze Nachtzugebracht hatte. Als er aber der Zigeunerin aus der Thürder Hütte folgte, gab die frische Morgenluft und die Bewe-gung des Gehens seinem Blute und seinen Gliedern neues Leben-
Das matte Licht eines Wintcrmorgens ward durch den SchneeHeller gemacht, welcher ringsum lag und durch den strengen Frost