die Fackel hoch, Freund Jäger!" denn er hatte die düstcrn Zügebereits bei dem grellen Fackellichte erkannt. Kaum jedochhörte der Kerl seine Stimme und sah, oder vermuthete viel-mehr, es sei Brown, der sich nähere, so ließ er die Leuchte,statt sie näher zu halten, wie durch Zufall in's Wasser fallen.
„Den Teufel hat der Gabriel!" sagte der Mann mit demSpeer, als der Ueberrcst des brennenden Holzes, halb flackernd,halb glimmend, bald aber ganz erlöschend, den Strom hinabfluthete — „der Teufel muß in dem Menschen fitzen! — ohne dasLicht werd' ich des Lachses nimmermehr Herr — und was für einVieh ist cs! -ätt' ich ihn nur oben, solch ein Leckerbissen ist nochniemals geräuchert worden." — Einige Leute sprangen in's Was-ser, um ihren Beistand zu leihen und der Fisch, der, wie sich späterauswieS, fast dreißig Pfund wog, ward in Sicherheit gebracht.
Das Benehmen des Jägers setzte Brown in Erstaunen, ob-wohl er sich nicht besinnen konnte, ihn früher gesehn zu haben, undeben so wenig vermochte er sich zu erklären, warum dieser Mann,was doch offenbar der Fall war, seine Beobachtung scheuenmöchte. Konnte es einer der Strauchdiebe sein, mit denen ervor wenigen Tagen zusammengerakhen war? — diese Vermu-thung war nicht ganz unwahrscheinlich, aber doch nicht erwie-sen richtig, weil er jener Leute Gestalt und Gesichter nicht genaugenug hatte beobachten können. Die Schurken trugen die Hüteweit über's Gesicht herabgezogen und hatten weite Kittel an,und ihre Gestalt und Größe hatte keineswegs so viel ausgezeich-netes, daß sie zu einem Unterscheidungszeichen hätte dienen kön-nen. Er beschloß, mit seinem Wirthe Dinmont übcr die Sache zureden, hielt aber aus sehr natürlichen Gründen für's Beste, dieErörterung auf ein kühles Morgenstündchen zu verschieben.
Die Jäger kehrten mit Fischen beladen heim, nachdem sie anhundert Lachse während dieser Jagd getödtet hatten- Diebesten