aber der Reiter, der nur einen Fuß breit v om gehörigen Pfade wich,in Gefahr kam, in den Abgrund zu stürzen. Diese Verwunderungward nicht vermindertes er dcnSchauplatz derHandlung erreichte.
Sie waren allmälig sehr hoch gestiegen und befanden sich nunauf einem Bergrande, welcher über einem sehr tiefen, aber äußerstengen Thalc hing. Hier hatten sich die Jäger versammelt, undzwar mit einem Apparate, der einen an gefährlichere Jagden ge-wöhnten Jäger in Staunen gesetzt haben würde; denn da derGe-genstand die Beseitigung eines schädlichen und verderblichen Thie-res, so wie auch überhaupt das Vergnügen derJagd war,so warddem armen Reinecke weit weniger Spielraum gegeben, als wennman ihn durch eine offene Gegend verfolgt hätte. Die Festigkeitseiner Wohnung jedoch und die Natur des Bodens, wovon jene vonallen Seiten umgeben war, entschädigte ihn für die Unhöflichkcitseiner Verfolger. Die Seiten des Thaleü waren gebrochene Erd-wände und verwittertes Felsgestein, welches zu dem kleinen Fluß,der sich unten durchwand, hinabrollte, und hier und da nureinigemBuschholz oder Distelstauden Nahrung gewährte. An den Flankendieser Schlucht, die wie wir sagten, sehr schmal aber von bedeu-tender Tiefe war, reiheten sich die Jäger zu Fuß und zu Roß; fastjeder Pächter hatte zum wenigsten ein Paar aroßer und muthigerWindhunde bei sich, die sonst in dieser Gegend häufig waren, nunaber an Größe sehr abgenommen hatten, weil sie mit gemeinenRaffen gekreuzt waren. DerIäger, eine Art Provinzialbeamterdes Distriktes, der eine gewisse Abgabe an Mehl erhält und außer-dem einen bestimmten Preis für jeden Fuchs, den er tödtet, befandsich bereits im Grunde des Thales, dessen Echo laut vom Gebellvon zwei oder drei Paar Jagdhunden hallte. Dachshunde, ein-schließlich der ganzen Generation von Mustard und Pepper, wur-den gleichfalls bereit gehalten, nachdem sie unter der Aufsicht einesSchäfers herbeigeschafft worden waren. Spitze und alle andern