stemmte er die Vorderfüße fest vor sich hin und stand so un-beweglich, wie ein steinernes Bild.
„Thäten wir nicht besser." sagte Brown, „wenn wir ab-stiegen und ihn seinem Schicksal überließen — oder könnenSie ihn nicht zwingen durch das Wasser zu gehen?"
„Nein, nein," entgegnete der Steuermann, „wir könnendem Dumple nicht zuwiderhandeln — er hat mehr Verstand, alsmancher Christenmensch." So sagend gab er die Zügel nachund schüttelte fie sanft. „Nun wohlan, Bursche, wähle denWeg selber — laß sehen, wo du uns durchbringen willst."
Dumple, der nun freien Willen hatte, trabte rasch nach ei-ner andern Stelle des Sumpfes, die, wie Brown meinte, vielungünstiger schien; der Scharfsinn oder die Erfahrung des Thieresempfahl sie jedoch als die sicherere von den beiden, es stieg hineinund erreichte ohne große Schwierigkeit die entgegengesetzte Seite.
„Ich bin froh, daß wir aus dem Moorgrund sind," sagteDinmont, „denn da gibt's mehr Ställe für Pferde, als Ab-steigquartiere für Menschen — wir kommen zum Glück nunauf den Zungfernwcg, wo es besser gehen wird." Schnellerreichten sie auch eine Art holpriger Heerstraße, das Ueber-bleibsel einer alten römischen Straße, welche diese wilden Ge-genden genau in nördlicher Richtung durchschncidet. Hier leg-ten fie in einer Stunde über zwei Meilen zurück, indemDumple keine andre Rast verlangte, als die nöthig war, umseinen Paß mit Trab zu vertauschen. „Ich könnt' ihn wohlbehender gehn lassen," sagte sein Herr, „aber wir sind zweilangbeinige Bursche hinter einander, und würden dem armenDumple zu sehr zur Last fallen — er hatte seinesgleichenheute nicht auf dem Jahrmarkt zu StaneShiebank."
Brown stimmte gern damit überein, daß man das Pferdschonen müsse, und überdies bemerkte er, da man nun weit