26
lichen Mann, den sie plündern, wo nicht gar morden wollten,ihrer Gnade Preis gegeben hätte; das Gefecht hatte kaumvon neuem begonnen, als Dinmont unerwartet seiner Sinne,seiner Füße und seiner Waffe mächtig wurde und zum Schau-platz des Kampfes eilte. Da er schon ein tüchtiger Gegnergewesen war, als er überrascht ward und allein stand, so war-teten es die Schurken nicht ab, daß er seine Kraft mit dereines Mannes verbände, der es ihnen beiden schon gleich ge-than hatte, sondern sic flohen quer über's Moor so schnell sieihre Füße tragen konnten; Wasp verfo/gte sie noch, der sichüberhaupt während des Gefechts rühmlich betragen hatte, in-dem er des Feindes Fersen angriff und mehrmals eine mo-mentane Diversion zu Gunsten seines Herrn hervorbrachte.
„Der Teufel! aber Ihren Hund werden die Kerls nichtlos, Sir." Dies waren die ersten Worte, die der lustige Päch-ter hören ließ, als er mit blutigem Kopfe herzukam und sei-nen Befreier sammt dessen kleinem Begleiter wieder erkannte.
»Ich hoffe, Sir, Sie sind nicht gefährlich verwundet?"
„O, das will nicht viel sagen — mein Kopf verträgt schoneinen derben Puff — obwohl ich den Schuften nicht dafürdanke, um so mehr aber Ihnen. Aber nun, Landsmann, mö-gen Sie mir mein Pferd fangen helfen, und sich dann hintermich setzen, denn wir können nur drauf los reiten, ehe dieganze Zigeunerbande herabkommt — die Sippschaft wird wohlnicht weit sein."
Der Klepper ließ sich glücklicherweise leicht fangen, undBrown suchte sich zu entschuldigen, weil er fürchtete, dasThier möchte überladen werden.
„Das will gar nichts sagen, Herr," antwortete der Eigen-thümer, „Dnmple könnte sechs Mann tragen, wenn sein Rückennur lang genug wäre — aber um des Himmels willen schnell!